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Azmaveth: Strong As Death

Black/Death/Thrash/Flamenco-Metal aus Puerto Rico?!
Wertung: 7.5/10
Genre: Symphonic Black Metal
Spielzeit: 32:54
Release: 31.10.2008
Label: Bombwork Records

Azmaveth sind eine... Moment mal, was ist das überhaupt für ein Bandname? Einer flinken Internetrecherche zufolge ist Azmaveth laut der Bibel einer der 30 Krieger von König David und eine Stadt nahe Jerusalem. Da wir das nun geklärt haben und der Heide, der das hier gerade schreibt, etwas dazugelernt hat, kann es wieder um die Gruppe aus Puerto Rico gehen.

Die Heimat der Band ist nicht gerade für Metal-Bands bekannt. Für Black Metal-Bands, die zu ihren weiteren Einflüssen Death/Thrash Metal und Flamenco (!) zählen, noch weniger. Textlich gibt man sich übrigens trotz des Black Metal-kompatiblen Gekeifes sehr christlich, ohne jedoch gleich den Hörer missionieren zu wollen. Damit soll die Band nicht in den Exotenstand erhoben werden, aber es soll ja Leute geben, die sich an solchen Texten stören und lieber zum x-ten Mal die Geschichte von Luzifer und brennenden Kirchen erzählt bekommen.

Death und Thrash Metal, soviel sei verraten, ist kaum zu hören. Lediglich an einigen Stellen werden Riffs aus diesen Genres „geborgt“ und mit dem von Keyboard geschwängerten Black Metal verbunden. Falls sich noch jemand an Cryptic Wintermoon erinnern kann, hat er eine gute Vorstellung davon, wie Stücke wie „Stigma From Hell“ klingen. Gottlob (in doppelter Hinsicht) ist das Keyboard nicht so dominant in den Vordergrund gerückt und überzeugt sogar vom Klang her. Da gab es in der Vergangenheit auch schon ganz üble Gegenbeispiele (beispielsweise bei Eternal Tears of Sorrow, um nur mal eine Band zu nennen). Dennoch stimmt die Balance nicht so ganz, denn das Schlagzeug ist blechern und laut, während der Rest daher zu leise abgemischt ist.

Musikalisch wissen Azmaveth aber durchaus zu überzeugen und zeigen sich als talentierte Songwriter, die ein Händchen für abwechslungsreiche Lieder haben. So wiegen sie den Hörer bei „The Dark Lust Of The Soul“ zuerst in Sicherheit, knallen ihm dann ein Black Metal-Gewitter um die Ohren, um anschließend vom Midtempo direkt in einen ruhigen, fast verträumten Teil überzugehen und das fast acht Minuten lange Epos in einem Finale gipfeln zu lassen, das an Graveworm und sogar Cradle of Filth in besten Zeiten erinnert. Dieser geballten Macht stehen „Interlude 1-5“ entgegen, welche sich immer gleich anhören, sich nur in der Dauer unterscheiden, lediglich aus Gitarrengeklimper bestehen und daher streng genommen keine Daseinsberechtigung haben.

Fazit: Diese Band kann ohne Exotenbonus bestehen. Azmaveth brauchen ein wenig, um in Schwung zu kommen, aber spätestens ab „Stigma From Hell“ wird ihr Debüt „Strong As Death“ richtig gut und weiß zu gefallen. Ob und wie es ein eventueller Nachfolger in unsere Gefilde schafft, steht noch in den Sternen. Bis dahin können und sollten Fans der im Review genannten Bands, gerne ein Ohr riskieren.

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