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Azarath: Praise The Beast

Im siebten Himmel des Gehörnten
Wertung: 7.5/10
Genre: Black Metal / Death Metal
Spielzeit: 41:34
Release: 29.05.2009
Label: Agonia Records /Twilight

Wer schon immer wissen wollte, was Behemoth´s Meister der Felle sonst noch so treibt, der sollte sich die Zeit nehmen und weiterlesen. Der tat sich nämlich mit ex-Mitgliedern von Damnation zusammen und nun frönt Inferno (Drums) zusammen mit Bruno (Bass, Vocals), Bart (Gitarre) und D. (Gitarre) der musikalischen, schwarzmetallischen Huldigung des Gehörnten. Ob dies den Polen auch gelungen ist oder man die Scheibe eher als belustigend empfinden kann, wollen wir nun einmal herausfinden.  

Es ist Mitternacht, draußen wütet ein Gewitter samt Regen und in einer Kirche, deren Glocke erklingt, wird eine schwarze Messe begangen mit den Worten „Ave Sathanas, Sanctus Sathanas“. Treffender kann man das Intro in „Praise The Beast“ nicht beschreiben und ebenso bezeichnender könnte der Longplayer nicht beginnen, bevor in „I Hate Your Kind“ die Hölle losbricht. Ein gewaltiges Drumgewitter nebst technisch überaus versierten, höllisch schrabbelnden Gitarren tritt nun nämlich an die Stelle des meteorologischen Gewitters des Intros.

Neben all der höllischen Raserei bietet „Sacrifice Of Blood“ einen Part kurz vor Songende, in dem die Geschwindigkeit etwas reduziert wird, was für die nötige Abwechslung sorgt.
In dem Stück „Invocation“ ist das bemerkenswerte, abgefahrene Gitarren-Geplänkel zwischendurch zu erwähnen und trotz der ballernden Härte findet sich sogar ein Plätzchen für ein kleines Gitarrensolo. 

An einen Titelsong stellt man ja für gewöhnlich besondere Ansprüche. „Praise The Beast“ weiß diese auch mit Bravour zu befriedigen: Inferno leistet hier, wie im Übrigen in den restlichen Songs auch, einen fast übermenschlichen Job. Er ist ein Ausnahme-Drummer, und das merkt man sowohl bei Behemoth als auch hier, denn er ist schlichtweg über jeden Zweifel erhaben. Musikalisch beweisen die Jungs in dem Song ein außerordentlich gutes Händchen, denn obwohl hier auf weiten Strecken wieder der Gehörnte persönlich mit gestrecktem Galopp hinter dem Hörer her ist, haben die Jungs auch in diesem Stück Variabilität nicht außen vor gelassen. Ganz kurz vor Songende wird man durch einzeln gespielte Gitarren quasi eingelullt. 

Dafür, dass man sich also einlullen hat lassen, bekommt man eingangs „Queen Of Sabbath“ prompt die Quittung. Zu viel wird nicht verraten, seid einfach auf der Hut. Dadurch, dass der Spruch „Ave Sathanas, Sanctus Sathanas“ seit dem Intro allerdings schon dutzende Male in den meisten Songs gefallen ist, wirkt er nunmehr beim sechsten Stück der Scheibe mittlerweile ein wenig abgedroschen. Musikalisch und von der Vehemenz jedoch ist dies ein wahrlich ganz großer Song. 

Wie schön zu hören, dass „Azazel“ mit Gitarrenspielereien in Form kurzer Soli aufwarten kann. Quasi nahtlos geht dieses Stück über in „Unholy Trinity“, das durch einen allmählichen instrumentalen Songaufbau glänzen kann. In diesem Song wie auch im folgenden namens „Obey The Flesh“ werden die technischen Feinheiten des Songmaterials sehr deutlich und die Jungs zeigen, dass sie wahre Meister ihres Faches sind. Auch hier sorgt der etwas langsamere Part zwischendurch wieder für etwas Auflockerung und wenn man sich das Drumming anhört, kommt in einem wieder der Gedanke auf „Was ist Inferno doch für ein genialer Drummer!“ 

Gerade das Riffing ist es, was „Throne Of Skulls“ so mächtig erscheinen lässt, wenn man mal von den Drums absieht, die zuvor schon genügend gelobt wurden. Die letzten Töne verklingen, als bereits das Riffing des letzten Stückes „From Beyond The Coldest Star“ zu vernehmen ist. Und gerade wenn man das Eingangsthema dieses Songs hört, ist man sich der Tatsache bewusst, dass es sich zum Ende der CD noch einmal um einen ganz starkes instrumentales Outro des Outputs handelt. Dieses Riffing ist absolut unverwechselbar und fast erliegt man dem Wunsch, es wäre generell auf dem Album diesen einen Tacken melodischer zugegangen. 

Fazit: Von wegen belustigend, vielmehr sollte man Azarath den nötigen Respekt zollen, denn „Praise The Beast“ ist eine reine Huldigung an den Gehörnten. Wer Behemoth mag und zudem diabolischen Floskeln nicht abgeneigt ist, der wird in dieser höllischen Raserei seinen siebten Himmel finden.

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