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Axel Rudi Pell: Mystica

Virtuosität vs. Songwriting
Wertung: 6.5/10
Genre: Hard Rock Metal
Spielzeit: 58:7
Release: 28.08.2006
Label: Steamhammer/SPV

Seit 1989 existiert nun das Soloprojekt Axel Rudi Pell. In schöner Regelmäßigkeit werden CDs veröffentlicht, und wir dürfen uns nun über den mittlerweile 16. Output freuen. Wenn man die Live-, die Best Of- und die Ballads- Compilations weglässt, schlagen immer noch satte 11 Alben zu Buche.

Los geht`s mit einem kurzen Intro namens „The Mysterious Return“, welches ohne Unterbrechung in den ersten Song „Fly To The Moon“ übergeht: Ein Hardrocker, den alle Pell Fans lieben werden, aber leider auch so, dass man nicht das Gefühl hat, dass man sich eine Woche später daran erinnern könnte. Weiter geht`s mit „Rock The Nation“, welcher einigen Hymnencharakter mitbringt. Wie eigentlich bei jedem Song ist auch hier Axel`s Solo über jeden Zweifel erhaben.

Auch die Stimme von Johnny Gioeli ist gut. Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass sich deutsche Bands sehr oft allein wegen der Vocals extrem deutsch anhören. „Valley Of Sin“ zeigt wieder einmal, was los ist: Alles perfekt gespielt, professionell umgesetzt, aber irgendwie austauschbar. Nur die Gitarrenparts reißen den Song bewertungstechnisch nach oben. Irgendwie ist es alles zu glatt und zu wenig ass-kicking. „Living A Lie“ und „No Chance To Live“ bestätigen den bisherigen Eindruck, wobei das balladeske „No Chance To Live“ hier einen ersten Höhepunkt setzt. Es ist immer wieder schön zu hören, wie gefühlvoll Axel seine Gitarre spielen kann … ein Song zum Dahinschmelzen.

Danach ist der Titelsong an der Reihe: „Mystica“. Ein stampfender Heavy Rocker mit … na? Wer weiß es? Ja, richtig: Melodischem, sehr schönen Solopart vom Gitarrenmeister. Danach kommt ein weiteres Highlight: Das Instrumental „Haunted Castle Serenade (Opus #4 Grazioso E Agresso)“, welches sehr langsam gespielt wird und sich nicht hinter den Blackmores dieser Welt verstecken muss. Sehr schöne Melodie und der erste Song, der mir nach ein paar Tagen von allein wieder ins Gedächtnis kommt.

Danach wird`s mit „Losing The Game“ wieder etwas schneller, allerdings auch deutlich gewöhnlicher. Zum Abschluss wird es dann noch mal richtig gut. Das Monumentalstück „The Curse Of The Damned“ mit einer Spielzeit von knapp 10 Minuten zeigt noch mal das gesamte Spektrum der Band auf: Langsam, melodisch, balladesk bis hin zu schnellen Parts.

Fazit: Ein handwerklich absolut tadelloses Werk, dem man auch anmerkt, dass die Band schon lange zusammen spielt und eine Einheit ist. Leider halte ich das Songwriting für etwas zu gewöhnlich. Es gibt kaum Akzente oder Songs, welche mich nach einer Woche dazu veranlassen würden, den Silberling wieder in den Player zu schieben. Als Musik für nebenbei absolut top, aber ansonsten für meinen Geschmack ein wenig langweilig. Es wäre aber sicherlich mal sehr spannend, ein reines Instrumental Album von Herrn Pell zu hören. So kann ich leider nur 6,5 Punkte für das Soloprojekt einer Ikone der deutschen Hard & Heavy Szene geben.

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