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Axel Rudi Pell: Best Of - Anniversary Edition

Ja, ist denn schon Weihnachten?
keine Wertung
Genre: Hard Rock/ Melodic Metal
Spielzeit: 79:23
Release: 29.05.2009
Label: Steamhammer/ SPV

Wer kennt ihn nicht, Deutschlands Vorzeige-Gitarrengott Axel Rudi Pell? Wer hier tatsächlich „Ich!“ brüllen kann, hat offensichtlich kein Faible für Musik genau in der Schnittmenge aus Hard Rock und Melodic Metal. Denn genau in dieser Sparte fühlt sich der Blondschopf äußerst wohl und hat sich so eine beachtliche Fanbasis erspielt. Seitdem seine Karriere mit der Band Steeler im Jahr 1980 begann, kann er auf zahlreiche erstklassige Alben verweisen. Das Beste seiner selbst betitelten Band erscheint nun als „Best Of - Anniversary Edition“ und bietet einen gelungenen Rückblick über das nicht immer unumstrittene Schaffen des Meisters und seinen talentierten Mitstreitern.

Bei jeder neuen ARP Veröffentlichung kommen die Spötter und werfen der Band vor, stets dasselbe Album zu veröffentlichen. Auf diese Thematik muss aber nicht schon wieder eingegangen werden (siehe die anderen Axel Rudi Pell-Reviews auf dieser Seite). Musikalisch bietet diese CD zum 20-jährigen Jubiläum (das erste Album „Wild Obsession“ erschien 1989) einen Querschnitt, nicht mehr und nicht weniger. Nach neuen Songs werden Fans vergeblich suchen, für die diese „Best Of“ damit höchstens Sammlerwert haben und nur für Komplettisten interessant sein dürfte, zumal alle Alben vor 1998 komplett ignoriert werden. Das macht aber wiederum Sinn, weil ja mit „The Wizards Chosen Few“ schon eine „Best Of“ erhältlich ist, die die früheren Jahre abdeckt.

Neueinsteiger erhalten aber einen hohen musikalischen Gegenwert für ihr Geld, denn sie werden die Alben ohne Frontmann Johnny Gioeli natürlich nicht kennen und vermissen. Stattdessen kann man sich an urtypischen ARP-Rockern wie „Edge Of The World“ vom „Shadow Zone“ Album oder an der leichten Twisted Sister Einlage bei „Strong As A Rock“ („Kings And Queens“ Album) erfreuen. Da die Band mittlerweile auf drei Balladen-Alben zurückblicken kann, darf natürlich auch ein Vertreter von diesen auf diesem Album nicht fehlen. „Forever Angel“ von „The Ballads III“ ist einer der Höhepunkte dieser Zusammenstellung und lebt vor allem von der starken Stimme Gioelis.

Das nach Meinung vieler Axel Rudi Pell Fans beste Album „The Masquerade Ball“ (2000) wird dementsprechend gleich mit zwei Tracks gewürdigt; „Tear Down The Walls“ und selbstverständlich der fantastische Titeltrack. Ansonsten ist von jedem Album, welches seit 1998 erschienen ist, mindestens ein Lied enthalten. Doppelt punkten können neben „The Masquerade Ball“ noch „Oceans Of Time“ (1998) und „Mystica“ (2006). Kein Studioalbum im klassischen Sinne, sondern ein reines Coveralbum war „Diamonds Unlocked“ aus dem Jahre 2007, welches, für mich heute noch überraschend, tatsächlich keine Coverversion vom Axels großem Helden Ritchie Blackmore enthielt. Sei's drum, mit „Beautiful Day“ (U2) und „In The Air Tonight“ (Phil Collins) befinden sich die bekanntesten Hits dieser Platte auch auf diesem Rückblick. Zu letzterem sei aber angemerkt, dass die Vorlage völlig unerreichbar ist und diese Coverversion daher verzichtbar ist.

Ein Fazit erübrigt sich eigentlich, denn dies hier ist eine klassische „Best Of“, die lediglich den Zweck eines Rückblicks erfüllen soll und dieses auch mit Bravour tut. Man hat bei der Songauswahl Sorgfalt bewiesen und wirklich die stärksten Vertreter der jeweiligen Alben ausgesucht. Ob man das wirklich braucht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist aber, dass Axel Rudi Pell etliche starke Songs geschrieben haben, auch wenn die ganz schnellen Songs weiter in der Vergangenheit liegen als 1998.

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