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Avenging Angels: Shrouded In Mystery

Leider nur "ganz nett"
Wertung: 6/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 41:01
Release: 20.10.2010
Label: Eigenproduktion

Aus Österreich kommen nicht viele Metalbands; eine von ihnen ist Avenging Angels, die vor gut zehn Jahren gegründet wurden. Nach einem kurzen Split, den üblichen Touren und einem Album namens „Fragmentary Reality“ war der Weg geebnet für die zweite Veröffentlichung namens „Shrouded In Mystery“. Als Stil hat man sich melodischen Death Metal ausgesucht und als Einflüsse nennt man mit Dark Tranquillity, Kreator und Edge Of Sanity recht unterschiedliche Bands. Dementsprechend abwechslungsreich ist auch die Musik geraten, die ein weites Spektrum abdeckt und von zwei Sängern vorgetragen wird.

Warum es unbedingt zwei Sänger bedarf, will sich mir aber nicht ganz erschließen. Vielleicht will der eine nicht ohne seinen Bruder (zumindest tragen beide Frontmänner den selben Nachnamen), aber etwas besonderes sind weder die gegrowlten noch die „Scream“ Vocals. Selbiges gilt übrigens auch für den cleanen Gesang, der ebenfalls nicht besonders spannend ausgefallen ist. Schlecht sind die Gebrüder (?) Hochrainer aber auch nicht, denn ihre Aufgaben erledigen sie zumindest souverän. Da habe ich in meinen beinahe fünf Jahren bei The-Pit schon wesentlich schlimmeren Gesang hören müssen.

Legen wir also das Augenmerk auf die Musik, die deutlich von alten Dark Tranquillity-Alben wie „The Gallery“ beeinflusst ist. Die acht, überwiegend im Midtempo daherkommenden Songs strotzen nur so vor kleinen Details, die man aber erst entdeckt, wenn man sich mit der etwas trockenen Produktion arrangiert hat. Dann aber weiß vor allem Keyboarder Claudio Landerer mit seinen sphärischen Einsätzen zu begeistern. Auch Gitarrist Michael Weißkopf ist hörbar um Variabilität bemüht und verhindert so, dass die Songs langweilig werden. Ständig taucht ein unerwartetes Break auf, das Tempo wird angezogen und plötzlich wird kurz eine Kirchenorgel eingespielt.

Rein von den Voraussetzungen her stimmt eigentlich alles, zumal die Musiker auch mit hörbarem Enthusiasmus an die Sache herangehen. Was der Musik aber fehlt, ist das gewisse Etwas was beispielsweise Dark Tranquillity (wenn man sie schon als Einfluss nennt) im Überfluss zu haben scheinen: Das Händchen für Ohrwürmer. Das soll nicht bedeuten, dass Avenging Angels zu komplexe Lieder schreiben würden, das Problem ist nur, dass sie keinen eigenen Charakter entwickeln. Wenn man sich an keine Momente erinnert, ist das Gift für ein Album, vor allem wenn es von einer unbekannteren Band kommt. So läuft man nämlich leicht Gefahr unter „ganz nett“ abgestempelt zu werden und das will wohl niemand. Es fällt mir zum Beispiel auch nach mehreren Durchläufen von „Shrouded In Mystery“ noch schwierig mich an einzelne Songs zu erinnern.

„All My Efforts“ ist zwar ein guter, leicht an Soilwork erinnernder Opener, aber mehr auch nicht. Danach horcht man nur bei den weiter oben erwähnten positiven Aspekten mal kurz auf und versinkt dann schnell wieder in Teilnahmslosigkeit. Dafür sorgen der trotz zwei Frontmännern abwechslungsarme Gesang und die dumpfe Produktion, die alle Ecken und Kanten im Sound perfekt glattbügelt. Als einziger Lichtblick fungiert „Fears Corrode“, das alle positiven Aspekte des Bandsounds beinhaltet, aber dafür endlich auch mal mit einer prägnanten Hookline um die Ecke kommt. Wenn Avenging Angels auf dieser Basis weitermachen, sollte der nächste Longplayer interessant werden. Bis dahin muss ich leider sagen: Ganz nett!

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