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Austin Deathtrip: Texas Bulldozer

Ein respektables erstes Lebenszeichen
Wertung: 7.5/10
Genre: Hardcore, Groove Metal
Spielzeit: 13:28
Release: 12.08.2012
Label: Eigenproduktion

Wir erinnern uns ein wenig zurück: Heart To The Core, der Sampler mit dem Herz aus Core, erscheint demnächst bereits in sechster Auflage, mit auf der ersten Scheibe war damals eine Band namens Lying Apart. HTTC-Macher und Lying-Apart-Saitenhexer Marius hat mittlerweile die Band ad acta gelegt, scheint aber alleine mit der Sampler-Verlegung nicht ausgelastet zu sein: Austin Deathtrip heißt das neueste Baby von ihm und seinen Bandkollegen. Hier geht es weniger um Metalcore, sondern um Hardcore mit Southern Groove - dementsprechend liegt die erste EP-Veröffentlichung "Texas Bulldozer" dem Titel gemäß schwer im Magen, bewegen sich die vier Songs doch hauptsächlich in tieffrequenteren Bereichen.

Man mag bei dem Bandnamen kurz an Static-X' "Wisconsin Deathtrip"-Album erinnert werden, die beiden Truppen haben aber musikalisch doch reichlich wenig gemeinsam. Die Oldenburger Combo, bestehend aus eben Sänger "Buck Austin", Drummer "Chuck Austin", Bassist "Jim Austin" und Gitarrero "Matt D. Austin" hat zwar gerade mal vier Songs zu knapp unter einer Viertelstunde Spielzeit zusammengetrieben, dafür kann man sich hier aber Riffs reinziehen, die sich ein bisschen wie Pantera 2012 anhören, deftiges Geschrei, das jedes Steak von alleine bluten lässt, oder auch mal schön tiefliegende Drums und Basslinien, die einem durchaus schon mal auf die Schläfen drücken. Titel wie das vorab schon durchs Web geisternde "Butt Spanker" mit seinem einprägsamen Intro und der Doublebass of Death lassen da schon direkt erkennen, dass das Quartett sich nicht allzu ernst nimmt und vor allem mit viel Spielfreude an die ganze Sache herangeht.

Nun erfindet man weder das Rad noch den Grillspieß neu, aber Spaß hat man hier allemal: Der Opener "A Hypocrite's Manifest" startet schon schwer motiviert, wenn auch mit recht schleppendem Beat. Die Drums wirken noch ein wenig klapprig, die Vocals machen das aber erstmal mehr als wett. "Buck" aka Marius grunzt sich durch den Song, wie man es dem Kerl gar nicht so zugetraut hätte - brutal, aber genial.

"Terence Hills Have Ice" fürchtet dann dem Titel gemäß zu einer Verarsche zu verkommen, ist aber genauso tight gespielt wie der Rest der Scheiblette. Meckern kann man hier wenig, nur ein wenig fehlt noch das letzte bisschen Abwechslung, das die EP über die Acht-Punkte-Marke hieven könnte. Mit 7,5 Punkten ist der erste Output der Teilzeit-Texaner aber durchaus vorzeigbar ausgefallen.

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