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Austere: Only The Wind Remembers

Unerträglicher Gesang, oder besser gesagt: Unerträgliches Gejaule
Wertung: 3.5/10
Genre: Depressive Black Metal
Spielzeit: 25:06
Release: 16.11.2009
Label: Eisenwald Tonschmiede

Burzum dürfte wohl jedem Metaller ein Begriff sein. Früher stand der Name mal für eine innovative Black Metal-Band, die mit depressiven und desperaten Klängen faszinierte, bis deren Protagonist Varg Vikernes irgendwann völlig abdrehte, einen Mord beging und sich der braunen, der verabscheuungswürdigsten aller Ideologien anschloss.

Doch welche Meinung man auch dazu hat, die alten – unpolitischen – Burzum-Platten stehen immer noch für viele Bands der Schwarzwurzelszene Pate, so auch ganz eindeutig für Austere, die mit „Only The Wind Remembers“ eine EP vorlegen, die bereits 2008 als Split mit Lyrinx erhältlich war, nun aber auch als einzelne Scheibe zu beziehen ist. Die Parallele zu Vikernes’ alter Band wird auch durch die Überlänge der beiden Songs deutlich, die jeweils etwa zwölf beziehungsweise 13 Minuten dauern.

Wo Burzum den Hörer früher jedoch packen konnten, langweilen die Australier größtenteils. Das Ganze hat sicherlich irgendwo Atmosphäre, ist Black Metal-typisch roh produziert, plätschert allerdings vornehmlich vor sich hin und bietet nichts, was man nicht schon mal besser gehört hätte. So richtig kann mich der propagierte verlorene und ach so depressive Sound jedenfalls nicht fesseln. Austere ergehen sich in zu vielen Wiederholungen – wenn man diese so häufig verwendet, muss man das Gefühl für einen guten Aufbau haben und das scheint die Gruppe nicht wirklich zu besitzen. Zu gefallen wissen allerdings ein paar vereinzelt eingestreute Akustikpassagen, die zumindest für ein bisschen Abwechslung zwischendurch sorgen, sodass immerhin keine permanente Langeweile vorherrscht.

Dennoch werden im Prinzip sämtliche guten Ansätze durch das unerträgliche Gekreische von Frontmann Desolate zunichte gemacht. Dieses selbstmitleidige Rumgeheule ohne jegliche Akzentuierung (gibt es überhaupt Texte? – Wenn ja, sind sie komplett unverständlich) würde jeder Emoband gut zu Gesicht stehen, hat im Black Metal jedoch nichts verloren. Gibt es tatsächlich irgendjemanden, der diese Art von Gesang hörenswert findet? Ich kann es mir nicht vorstellen, aber es gibt ja bekanntlich nichts, was es nicht gibt. Eine Kaufempfehlung kann ich für dieses nicht einmal durchschnittliche Stück Musik jedenfalls nicht aussprechen.

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann