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Auspex: Resolutio

Für Fans von Echoes of Eternity, Dreams of Sanity oder Elis
Wertung: 7/10
Genre: Melodic Power Metal
Spielzeit: 54:47
Release: 25.01.2008
Label: Thundering Records

Die Franzosen Auspex haben sich 2001 gegründet und konnten seither auch nur wenige Besetzungswechsel verbuchen. Dennoch dauerte es bis 2005, bis man die Demo CD „Mysteries of the Stars“ veröffentlichte. 2007 folgte nun das erste Full Length Album, welches über Thundering Records veröffentlicht wurde.

Mittlerweile kommen immer mehr female fronted Power Metal Bands zum Vorschein, wobei dieser Trend schon seit einigen Jahren anhält. Auspex gehören hierbei eindeutig zu den herausragenderen Formationen. Musikalisch erinnert man dabei relativ oft an die Amis von Echoes of Eternity, aber auch an die leider aufgelösten Ösis von Dreams of Sanity, vor allem, was die Leadgitarren betrifft. Allerdings zeigt man sich vor allem, was die Keyboards und Chöre angeht, hier weitaus fortgeschrittener als diese beiden Formationen, alleine schon deswegen, weil hier auch mal beeindruckende Keyboardsoli der Marke Stratovarius oder Children of Bodom aus dem Ärmel gezaubert werden. Diesbezüglich können übrigens auch die beiden Gitarristen glänzen.

Auspex zeigen hier mit „Resolutio“ wirklich eine gewisse Vielseitigkeit und vor allem ein Händchen für gute Melodien und ausgereifte Arrangements, so dass die Songs trotz längerer Spielzeiten nicht langweilig werden. Vor allem das Stück „Theater of Pain“ überzeugt hier mit einem saucoolen Mittelteil (der direkt in den Schluss endet), der durch herausragenden orientalischen Gesang gepaart mit elektronischen Elementen überzeugen kann. Und auch bei „Lost Academy“ schimmern starke musicalhafte Einflüsse durch, wobei ebenso die Kirchenorgel in „Phantoms“ mächtig beeindruckend klingt.

Als besondere Anspieltipps seien an dieser Stelle die beiden letzten Tracks „A Kings Crown for a Weatlhy Weak“ sowie die 11-minütige Nummer „Rise“ erwähnt, wobei vor allem letzterer Song durch enormes spielerisches Können und ein ausgeklügeltes Arrangement besticht.

Allerdings mangelt es dem Album an Abwechslung, denn wirklich jeder Song hat einen an sich hektischen Charakter. Zwar werden ab und an mal einige ruhige Parts eingestreut, aber generell dominieren hier Doublebass und 16tel Anschläge. Eine Ballade oder mal an sich durchgehend ruhiges Stück wäre hier wirklich willkommen gewesen. Zwar hinterlässt der Beginn von „Celestia“ diesen Eindruck, doch nach ca. 1 Minute wird die Hoffnung jäh zerstört. In Zukunft wäre hier mehr Variation klar von Vorteil!

Als weiteres Manko kommt hier noch der Sound dazu. Der ist zwar an sich nicht schlecht ausgefallen und die ganzen Instrumente sind allesamt klar differenzierbar, aber die Gitarren klingen viel zu dünn. Auch die Drums könnten mehr Punch vertragen, denn vor allem bei den epischen, bombastischen Parts geht die Snare mal gerne im Wulst an Sounds unter.

Fazit: Wenn man mal über die Kritikpunkte hinweg sieht, klingt „Resolutio“ wirklich vielversprechend. Zumindest beherrscht jeder Musiker wirklich sein Handwerk und auch die Sängerin klingt nicht wie eine Anfängerin. Fans von After Forever, Elis, Epica, oder den bereits oben genannten Bands können hier gerne mal ein Ohr riskieren.

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