Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

At The Skylines: The Secret To Life

Nicht viel mehr als Durchschnitt
Wertung: 6.5/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 42:19
Release: 31.10.2012
Label: Roadrunner Records

Es gibt so eine Handvoll Bands in jedem Genre, die sich recht ähnlich anhören. Wenn man sich die Debütscheibe der Amis At The Skylines so anhört, fallen einem direkt Truppen wie Alesana und vor allem Bury Tomorrow ein – unwillkürlich schaut man da auf der Suche nach etwaigen Überschneidungen ins Line-Up, wird aber nicht fündig. Dass die Truppe schon mit Bands wie The Devil Wears Prada oder blessthefall auf der Bühne stand, macht nach dem ersten Durchlauf der Scheibe durchaus Sinn – musikalische Überschneidungen gibt es da mehr als genug.

„The Secrets To Life“ ist nun also das Debüt des Quintetts, das mit zwei Sängern aufwartet – einer mit einer kristallklaren Stimme, wie man sie von Alesana zum Beispiel kennt, der zweite mit einem Wahnsinngsorgan, mit dem er so ziemlich alles an die Wand brüllt. Da kommt aber auch schon der erste Knackpunkt auf uns zu: Die cleanen Vocals überwiegen um Längen und driften durchaus auch mal in unangenehme Sphären ab. Da wird dann der Gesang zum Gesinge, diverse Oktaven werden durchprobiert und man wünscht sich eigentlich nur wieder das schöne, brachiale Geschrei wie beispielsweise in „Try Harder“, wo beide Gesangsstile sich auffällig gegenüberstehen.

Dabei startet der Opener „Shady Dreaming (Tension)“ beispielweise sehr vielversprechend mit ordentlich Gebrüll und Gekeife, bis die sphärischen Keyboardpassagen einsetzen, die man so schon aus so ziemlich jedem Metalcore- und Screamosong kennt. Das Rad wird hier also keineswegs neu erfunden und auch nicht in Perfektion vorgeführt – guter Durchschnitt lautet hier die Devise.

„Let’s Burn This“ gerät da schon eine gute Spur heftiger und markiert gleich mal einen Anspieltipp auf der Scheibe. Klar, auch hier gibt es klaren Gesang, aber man begeistert sich doch lieber an den deftigen Screams. „The Amazing Atom“ ist dann mit Abstand der hartnäckigste Ohrwurm, den das Album zu bieten hat – wenn nicht einer DER Ohrwürmer des bisherigen Metalcore-Jahres. Richtig geil ist der Song an sich nicht, auch die Breakdowns zu Beginn kommen etwas dünn daher, aber der Refrain brennt sich wahnsinnig schnell ins Hirn ein und auch der Drive macht an sich einiges her.

Ähnliches gilt für „Clear Eyes, Full Hearts“, das aber wesentlich unaufdringlicher daherkommt und einfach nur das prädikat „sehr hörbar“ verdient hat. „Try Harder“ wendet das Blatt dann schon wieder ein bisschen – zu Beginn wähnt man sich eher im Trancecore-Genre, bevor die Shoutings wieder über den geneigten Hörer hinweg walzen. Es könnte alles so schön sein, wenn der Refrain nicht wieder so ein merkwürdiger Hybrid aus Trance- und Metalcore wäre – ab und an mag die elektrisch-melodische Mischung gut ankommen, aber langsam hängt einem das selbst als Core-Fan auch schon zum Hals raus.

Das finale „Forgiveness (Release)“ prescht dann wenigstens einigermaßen schwungvoll nach vorne – hier tauchen wieder leichte Anleihen zu Alesana und Konsorten auf, die ja weiß Gott keine schlechte Musik machen. Ein bisschen strapazieren At The Skylines die Nerven ihrer Hörer allerdings schon über – nur um dann bei knapp einer Minute und 50 Sekunden nochmal einen richtigen schönen Ausraster zu bringen, der von einem schönen Breakdown und sehr geilen Growls dominiert wird. Obwohl nach einer guten halben Minute wieder klarer Gesang durchbricht, kann man den Track zumindest noch als Anspieltipp und angenehme Überraschung verbuchen.

Fazit: At The Skylines und somit auch ihr Debüt „The Secret To Life“ dürfte sich als ziemliche Geschmackssache erweisen. Einerseits springen die Jungs auf die mittlerweile ja nicht mehr allzu neue Welle auf, derbe und fragile Vocals zu mischen, andererseits wäre aber die ein oder andere zusätzliche Schippe Growls auf den zwölf Songs bestimmt kein Nachteil gewesen. Subjektiv fehlen hier aber noch jede Menge Eier.

comments powered by Disqus

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging