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At The Gates: At War With Reality

Ein würdiger Nachfolger
Wertung: 9/10
Genre: (Swedish) Death Metal
Spielzeit: 44:25
Release: 24.10.2014
Label: Century Media

Hier ist es nun also, das sehnlich erwartete neue Album der Genrekönige At The Gates. 19 Jahre hat es gedauert bis die neue Scheibe das Licht der Welt erblicken durfte. In der Zwischenzeit ist sehr viel passiert. Viele der Musiker haben in anderen Bands gewirkt und während der letzten Jahre haben At The Gates zumindest live schon wieder zusammen gezockt. Veröffentlichungen gab es auch einige, aber nur Livemitschnitte oder Sammlerstücke. An ein neues Album hatte man sich bis dato nie herangewagt.

Es mögen hierfür mehrere Gründe verantwortlich sein, aber einer dürfte sicherlich auch das eigene Vermächtnis gewesen sein. Ausgerechnet das letzte Album der Band wird bis heute als Meilenstein der Götheburg-Schiene gefeiert. Es kann gut sein, dass die Musiker alleine schon deshalb sehr zurückhaltend waren, weil sie sich an ihren eigenen Werken messen lassen müssen. Außerdem hat jeder Fan der Formation eine gewisse Erwartungshaltung. Niemand will einen Abklatsch der Vergangenheit, aber ebenso will niemand Musik hören, die mit der bisherigen Ausrichtung der Formation nichts zu tun hat.

Hier kann man schon mal beruhigen. At The Gates schaffen den Spagat, der die vergangenen 19 Jahre ganz kurz erscheinen lässt. „At War With Reality“ klingt frisch und modern, lässt aber keine Sekunde lang daran zweifeln, wer denn da gerade am Werke ist. Der At The Gates–Stempel ist ganz deutlich im Arsch der Scheibe eingebrannt. Nicht eine Sekunde lang besteht Verwechslungsgefahr mit einer anderen Band. Fast zumindest. Wenn der Silberling nämlich gerade erst hochdreht, dann stutz man doch. Das Intro ist auf Spanisch (Portugiesisch?) und passt im ersten Moment nicht zur Band. Sobald man sich aber mit der Thematik der Scheibe auseinander setzt, wird dieser Umstand schon deutlich weniger mysteriös. Das Album ist kein Konzeptalbum, dreht sich aber dennoch ausschließlich um das Thema „magischer Realismus“. Dieser ordnet sich dem Surrealismus unter und soll hier gar nicht weiter ausgetreten werden. Tomas Lindberg hat sich mit südamerikanischen Autoren, die dieses Thema beackern, befasst. Hier kann man den Kreis zum Intro schließen.

Überraschungen gibt es nicht viele auf der Scheibe. Man erlebt At The Gates genau so, wie man sie 2014 erwartet. Die Riffs sind entweder Megastampfer oder Nackenbrecher, der Sound ist modern, aber nicht überproduziert und Tomas schreit sich wie immer die Lunge raus. „At War With Reality“ bietet gute Unterhaltung über die ganze Länge. Einen Überkracher wie „Blinded By Fear“ sucht man allerdings vergebens. Dazu müssen vielleicht erst noch ein paar Alben ins Land ziehen.

Fans können bedenkenlos zuschlagen. Die Scheibe reiht sich (fast) nahtlos ein und wirkt wie die ganz natürliche Fortführung des Schreibprozesses der Band. Mit „Death And The Labyrinth“ und „Heroes And Tombs“ sind auch zwei richtig große Nummern auf der Platte. Hier kann man eine absolute Empfehlung aussprechen.

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