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At Daggers Drawn: Ignition

Lässt hoffnungsvoll in die Zukunft blicken
Wertung: 7/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 23:20
Release: 01.10.2008
Label: Eigenproduktion

Die Bandgründung der Koblenzer Melodic Death Metaler At Daggers Drawn liegt nun sechs Jahre zurück. Während sich Petra (Keyboards), Rafael (Gitarre), Frank (Bass), Pierre (Vocals), Markus (Drums) und Erik (Gitarre) bislang eher auf Live-Aktivitäten als auf die Aufnahme von CDs konzentriert haben, brachte das vergangene Jahr ein Novum mit sich: Im letzten Quartal 2008 veröffentlichte die Band ihre erste EP namens „Ignition“. Ob dieses Werk wirklich wie eine Initialzündung einschlägt? 

Ein melodisch sehr stimmiges Intro erklingt beim Opener, dem Titelstück „Ignition“, bei dem Vieles positiv auffällt: Hier und da blitzen immer wieder Fragmente feinster Schwedentod-Melodien auf; das Keyboard ist zwar präsent, doch niemals anbiedernd und wunderbar abwechslungsreich gestaltet sich zudem die Rhythmusarbeit. Dieses gelungene Stück macht neugierig auf mehr, definitiv.

Und das soll der Hörer auch bekommen: So zeigt das Stück “Gaia (Thou Shalt Not Kill)” die härtere Schiene auf, in der sich die Koblenzer auch wohlfühlen. Der Refrain alleridngs klingt dann wieder so wunderbar harmonisch. Und in ebendiesen Momenten erinnert mich Pierres Stimme unheimlich an die von Sentenced´s Ville Laihiala. Dieses Stück eignet sich im Übrigen sehr gut dazu, einem Nichtwissenden die Musik von At Daggers Drawn nahe zu bringen und ja, wie man unschwer zwischen den Zeilen heraus lesen kann, ist dieser Song einer meiner großen Favoriten. 

Was in den Zeilen zum vorigen Song schon angedeutet wurde, wird jetzt noch deutlicher: Auch in den cleanen Momenten von „With You“ hat Pierres Stimme eine nicht zu überhörende Ähnlichkeit mit der des Sängers der verblichenen finnischen Band. Melodisch leisten die Bandmitglieder auch hier wieder ganze Arbeit. Was ich hier nur zu Meckern hätte, wäre, dass der Song eindeutig zu kurz ist, denn er weist lediglich zweieinhalb Minuten auf. 

“From Hell To Earth” zeichnet sich durch gemäßigteres Tempo samt Growls aus. Insgesamt ist dies zwar der tendenziell härteste Song auf der Scheibe, aber dennoch der schwächste der EP, denn die Jungs und das Mädel können erheblich mehr als nur das, was sie hier zeigen. 

Einen Song wie das langsame, mit gewissem Epos-Faktor und gehöriger Portion Melancholie ausgestattete „Dead Before The End“ schließt man danach sofort wieder in sein Herz. Das Stück erinnert sehr an die Sachen der Finnen von Swallow The Sun und beweist einmal mehr, dass mit At Daggers Drawn zu rechnen ist. Der Band ist mit diesem Stück etwas ganz Großes gelungen. 

Fazit: Eine Zündung ist die Scheibe schon, wenn auch noch nicht mit explosiver Wirkung. Doch die wird künftig sicherlich auch noch hinzu kommen.

“Ignition” als erste EP sollte der Band jedoch den Weg ebnen, denn die sechs Musiker sind definitiv fähig zu ganz Großem. Songs wie der Titeltrack, „Gaia (Thou Shalt Not Kill)” oder das unglaublich starke „Dead Before The End“ können sich locker in der heutigen Musiklandschaft behaupten. 


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