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Astral Dive: Trauma

Opernfeeling bei solidem Metal
Wertung: 7.5/10
Genre: Symphonic Proogressive Metal
Spielzeit: 25:49
Release: 15.05.2009
Label: Eigenproduktion

Symphonic Metal, auch mit progressiven Elementen, ist inzwischen ein Genre, in dem es nicht einfach ist, aufzufallen, vor allem wenn man sich zu den als "female-fronted" bezeichneten Bandszählt. Mit einer fähigen Sängerin stehen die Chancen jedoch nicht so schlecht.

Mit Chiara Manese verfügen die Italiener Astral Dive über eine solche. Auf "Trauma", der Demo-EP der Band, beschwört die ausgebildete Sopranistin mit ihrem Gesang noch mehr Opern-Assoziationen herauf, als dies schon viele ihrer Genrekolleginnen tun.

Dabei deutet anfangs überhaupt nichts auf die eigentliche Musikrichtung hin: Das fast einminütige Intro, das sich aus elektronischen Soundeffekten zusammensetzt, könnte in dieser Form auch am Anfang einer Darkwave-Scheibe stehen. Erst mit dem Übergang zum Bandnamen tragenden Titel "The Astral Dive" kommt die symphonische Ausrichtung zum Tragen. Progressiv anmutende Riffings werden hier, von keyboardgenerierten Streichern unterstützt und dem Hörer entgegengeworfen – Breaks sowie Beatwechsel inklusive. Über all dem lässt besagte Sängerin ihren operetten Soprangesang erklingen, der zwar gesangstechnisch annähernd perfekt ist, allerdings beim Erreichen der höchsten Töne ein wenig aus dem Rahmen fällt – hier wäre sicherlich eine bessere Abstimmung zwischen Gesang und Instrumentierung möglich gewesen.

Mit "Gathering Of Lost Thoughts" schiebt die Band einen ähnlichen, allerdings durch Taktwechsel, Breaks und Schlagzeugarbeit noch progressiver wirkenden Song hinterher: Hier finden sich auch langgestreckte ruhige Teile, in denen manchmal Gesang und Piano, manchmal aussschließlich Keyboard dominieren.

"The Restless" präsentiert sich als ausgefallenster Song auf der Demo-EP "Trauma": Hartes Riffing sucht man hier vergebens, vielmehr handelt es sich bei dem Track um eine Ballade, die größtenteils lediglich vom Keyboard begleitetenOperngesang bestreitet. Die restliche Instrumentierung setzt in Form eines langgestreckten Gitarrensolos erst gegen Ende des Songs ein.

"Trauma" bietet soliden Symphonic Progressive Metal mit einer fähigen Sopransängerin. Zwar könnten manche Instrumentalparts ausgefeilter sein, auch das Soundbild könnte insgesamt definierter klingen, allerdings handelt es sich wie erwähnt um eine Demo – es bleibt also abzuwarten, was das erste Full-Length-Album der Band bieten wird. Sängerin Chiara Manese ist hierbei das größte Vermögen der Band: Es ist ihr Gesang, der dem Hörer im Ohr bleibt, nicht etwa die eher wenig Eindruck hinterlassenden Riffs.

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