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Astaarth: Gloria Burgundia

Was soll man dazu noch sagen?
Wertung: 0.5/10
Genre: Pagan Metal
Spielzeit: 57:7
Release: 25.05.2007
Label: Blood Fire Death Productions

Das Label trägt den Namen eines Bathory Klassikers und die Band zitiert auf heftigste einen anderen. „Astaarth don't give a shit on politics!“ tönt es im Booklet. Na ja, meiner Definition nach ist Vaterlandsliebe auch so etwas ähnliches und das Posieren vor der Flagge von Burgund spricht da auch eine andere Sprache, aber was solls?! Wie der Albumtitel schon sagt, ist das französische Duo äußerst angetan von seiner Heimat und bringt das textlich zum Ausdruck... um ganz ehrlich zu sein, sie zelebrieren es bis zum Erbrechen.

Musikalisch klingt die ganze Chose dann ungefähr so: Stellt Euch vor, Quorthon (R.I.P.) wäre bei „Hammerheart“ plötzlich das Gefühl für Atmosphäre verloren gegangen, hätte aber im Gegenzug eine Zeitmaschine gefunden. Durch diese reist er ins Jahr 2007, hört die neue Manowar und ist plötzlich der festen Überzeugung, ein extrem dicker Keyboard Zuckerguss wäre der Gipfel an epischer Musik. Zurück zuhause versucht er noch, Lemmy unter den Tisch zu trinken und 10 Zigaretten Schachteln auf einmal zu rauchen, um die richtige Stimmlage hinzubekommen. Oder er lässt wahlweise seinen Hamster singen, das kommt wohl auf das gleiche raus.

So und nicht anders poltert der Opener „Our Beloved Country“ aus meinen Boxen. Zugegeben, der Anfang mit Schlachtengetümmel ist ganz nett geraten und auch die Chöre sind zumindest zweckdienlich, wenn auch nicht wirklich über dem Durchschnitt angesiedelt. Wenn dann aber der Song Fahrt aufnimmt, wird es anstrengend. Meine Güte, dieser schräg gespielter Dudelsack hat einen ähnlichen Effekt auf mich wie eine Hundepfeife auf ALF. Dazu gesellen sich 08/15 Riffs, die schon unverschämt vorhersehbar sind und die erwähnte Stimme. So könnten J.B.O. eigentlich gut Pagan Metal parodieren.

„Vae Victis“ kann als „Highlight“ weiblichen Gesang und ein unglaublich unpassendes Akkordeon bieten. Richtig bitter wird es beim gezwungen fröhlichen Part, der zwar an sich ganz okay ist, aber leider wie erwähnt überhaupt nicht passt und dazu noch mit kitschigen „Hey hey hey“ Rufen daherkommt. Nein danke, schnell weiter zum Titeltrack! Und wow... ein starkes Intro, was mich ein wenig an den Braveheart Soundtrack erinnert.... aber es wäre auch zu schön gewesen. Wie schief kann man eine Blockflöte eigentlich spielen? Sie klingt so, als hätte man die mit der Nase geblasen, mit starkem Heuschnupfen allerdings. Es ist allzu offensichtlich, dass die Band es einfach nicht schafft, das Black Metal Grundgerüst mit passenden Pagan Zitaten zu einem passenden Ganzen zusammenzufügen.

Da retten auch das gute Instrumental „The Victorius March“ und das sich ebenfalls knapp im grünen Bereich befindliche „Acknowledge And Mysteries“ nicht mehr allzu viel. „When The Golden Fleeze Blazed“ ist zwar keine fast 10 minütige Dissonanz wie die anderen Songs, aber schlicht und ergreifend ein echter Langweiler. Das Outro ist wieder rein instrumental gehalten und tut immerhin auch nicht weh.

Fazit: Wer soll sich diesen Mist bitteschön kaufen? Und ist der Plattendeal für Astaarth nicht eine Ohrfeige für alle guten Bands, die keinen haben?! Ich denke ja. Lord Goudeband („all instruments“) spielt derart penetrant schlecht, dass man fast schon gewillt ist, den Hut ob des Durchhaltevermögens zu ziehen. Der Gesang spottet jeder Beschreibung (klasse Leistung, Lord L.Moloch), die Texte sind extrem plakativ und der Drumsound lässt einen wehmütig an „St.Anger“ denken. Die Drums hat man da zumindest gehört. Kurz gesagt: „Gloria Burgundia“ ist ein unverschämter Trittbrettfahrer auf der Viking Welle und hat noch nicht einmal einen dilletantischen Charme. Nicht kaufen, versteht Ihr... NICHT kaufen!!!

Als Anspieltipp empfehle den Ausschaltknopf der Anlage!

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