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Assaulter: Salvation Like Destruction

Audiophile sollten einen großen Bogen um den Sound machen
Wertung: 7/10
Genre: Black Thrash Metal
Spielzeit: 40:01
Release: 20.03.2009
Label: Pulverised Records

Eine Old School Thrash Metal-Attacke der heftigeren Art bieten uns die Australier Assaulter. Von denen habt ihr noch nie was gehört? Na, dann vielleicht von Simon Berserker, dessen Nebenproject nämlich Assaulter ist. Er spielte früher bei Deströyer 666. Nun frönt er dem Thrash der Marke früher Sodom oder auch irgendwie dem Black Metal à la Venom. Das hört sich zumindest für die älteren Fans sicher erstmal recht verlockend an. 

Selbst der Sound ist klar auf die in den früheren achtziger Jahren semiprofessionell aufgenommenen Scheiben abgestimmt. Sodoms „In The Sign Of Evil“ und eben die kultigen Venom-Alben fallen dem Rezensenten da am ehesten ein. Dazu die passende Musik und das Ganze wirkt rund, wenn auch nicht zeitgemäß.

„Talon And Teeth“ hämmert erstmal richtig kräftig los und sorgt für Muskelzuckungen im Nackenbereich. Die Geschwindigkeit wird immer wieder bis zum Anschlag aufgerissen. Schade, dass der Sound nicht etwas bassbetonter ist, so hätte die Band noch deutlich mehr Power erzeugen können. Aber auch so thrasht es ganz ordentlich in den Ohren. Gerade die heraus stechenden Refrains erinnern deutlich an Sodom, was wirklich nicht schlecht ist, aber trotzdem nicht an die alten deutschen Helden heranreicht.

„The Axiom Star“ beginnt mit vibrierenden Drums. Das gekonnte Schlagzeugspiel verliert so einiges an Glanz, aber da wird auch viel durch die aggressiven Vocals wieder ausgeglichen. Eher im zügigen Midtempo bahnt sich der Song seinen Weg durch die Lautsprecher. Es könnte auch eine Demo sein.

„Glory Alone“ ist dann ein wenig mehr in der Venom-Ecke angesiedelt. Auch wenn Gitarrist T. Hellfinder sein Instrument definitiv beherrscht, so geht doch einiges in dem Proberaumsound verloren. Etwas mehr Soundqualität hätte diesem Old School-Projekt sicher nicht geschadet. Es sollen auch schon Tontechnikern auf Festivals für deutlich besseren Sound böse Drohungen an den Kopf geschmissen worden sein.

„Proselytiser“ donnert dann wieder im Uptempo durch den Gehörgang, ohne allerdings wirklich Wirkung auf das Gedächtniszentrum zu erzeugen. Eine Headbang-Thrashnummer, die dem Haar viel Frischluft verabreicht. Trotzdem passt sie ins Gesamtkonzept und wirkt nicht wie ein Lückenfüller.

„Awe Of Fire“ beginnt mit kurzem Sprachintro, wobei ich mir jetzt nicht sicher bin, aus welchem Film das „Zitat“ stammt. Der zumeist eher im gemächlichen Tempo angesiedelte Song versprüht mal wieder durch die markanten Vocals einiges an Charme. Auch wird mal ansatzweise etwas mehr Gitarrenkönnen aufgezeigt, aber wie eigentlich zu erwarten war, wird das meist recht schnell vom üblichen Riffing wieder eliminiert. Der Schädel schwingt trotzdem vor und zurück.

„Vengeance Whips“ kann dann leider auch keine weiteren Akzente setzen und fällt gegenüber dem Rest schon ein wenig ab. Vielleicht ist es aber auch eher ein trügerischer Eindruck, weil das vorher Gehörte, gerade wegen des Sounds auch recht gleichförmig klingt. Irgendwo schwingt sogar mal eine kleine Kreator-Unternote mit.

Den Abschluss bildet dann „Between Gods And Men“. Richtig derbe daneben beginnt der Song fast schon ein wenig synthetisch, bevor dann der reguläre Sound zutage kommt. Verzerrte Gitarren bis zum Anschlag und eher konventionelles Songwriting der frühen Entwicklungsstufe ohne große Eskapaden verbergen sich im Song. Trotzdem versprüht der Rhythmus ein gewissen warmes Flair, welches zu gefallen weiß; kein großer Kracher zum Abschluss, aber auch kein Flop.

Fazit: Sicher keine schlechte Scheibe, aber auch kein großer Wurf. Auch wenn es weitestgehend authentisch wirkt, so haben die Originale doch deutlich mehr Charme. Trotzdem wird die Scheibe nicht auf immer und ewig im Schrank verschwinden, denn heutzutage bekommt man nur noch selten so etwas geboten.

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