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Assailant: Wicked Dream

Fans von Firewind, Mystic Prophecy, Nevermore und Evergrey aufgepasst
Wertung: 8.5/10
Genre: Melodic Power Thrash Metal
Spielzeit: 50:9
Release: 21.03.2008
Label: Dockyard1

Die Schweden Assailant haben den Vorteil, dass sie mit Oskar Norberg einen Gitarristen und Hauptsongwriter haben, dem das musikalische Talent quasi im Blut liegt, spielen seine Brüder Nils (in Nocturnal Rites) und Emil (Persuader, Savage Circus – er hat übrigens auch den Kontakt mit dem Label Dockyard1 hergestellt!) schließlich schon in bekannten und renommierten Bands! Da ist der Druck selbstverständlich hoch, doch wenn man sich „Wicked Dream“ so anhört, braucht er sich keine Sorgen machen.

Nach ihrem Debut „Nemesis within“ aus dem Jahre 2006 hat man sich nun einige Zeit genommen und an 11 neuen Songs gefeilt, welche die eigene Messlatte noch mal ein gutes Stück nach oben gesetzt haben.

Schon damals war der Stilmix aus Elementen von Nevermore, Dream Theater, In Flames und Evergrey ein prägnantes Zeichen, doch mittlerweile gelingt den Schweden sogar das Kunststück, das deutlich eigenständiger klingen zu lassen. Vor allem die tendenziell thrashigen Einflüsse sorgen für den nötigen Biss und die oftmals bei anderen Bands vermissten Ecken und Kanten. Bei „Fade away“ erinnern Assailant mich sogar irgendwie an die Bollnäs Metaller von Morgana Lefay, da man hier mit einer ähnlichen Power Doom Attitüde, bei der auch Peder Sundquist mit seiner Stimme in ähnliche Fußstapfen tritt. Derselbe ist es auch, der durch viel Abwechslung glänzt und sowie aggressiven als auch klaren Gesang sehr gut und sicher beherrscht.

Zwar ist die Hitdichte auf „Wicked Dream“ nicht überragend hoch, aber mitunter wäre dies wohl auch zu viel verlangt. Das Problem ist aber, dass nach den beiden Übernummern zu Beginn „A Day tomorrow“ und dem Titelstück „Wicked Dream“ die Messlatte gleich sehr hochgelegt wird. Zwar sind die darauf folgenden Songs allesamt auch gut bis sehr gut, doch die absoluten Hits stehen hier direkt am Anfang.

Dennoch bleiben Songs wie das bereits oben erwähnte „Fade away“, das mit einem catchy Arrangement versehenen „Soul Degenerate“ oder das sehr kraftvolle „Evolution of the Mind“, das vor allem die Prog Metal Einflüsse sehr gut zur Schau stellt und somit für noch mehr Abwechslung sorgt.

Am ehesten kann es noch „The Cell“ mit den beiden Openern aufnehmen. Hier geht man auffällig sehr aggressiv ans Werk und beeindruckt im Mittelteil durch fast schon Death Metallische Tendenzen (Der Rausschmeißer „Instincts“ klingt übrigens am Anfang 1a nach Götebörg Melodic Death Metal)!

Für die Balladen Fans unter uns gibt es mit „Eternal“ übrigens noch ein recht cooles ruhiges Stück, bei dem man auch mal das Feuerzeug raus kramen darf.

Wie man also sieht, ist es nicht so schlimm, wie es vielleicht zu Beginn geklungen hat. An sich sind 6 absolute überragende Songs auf „Wicked Dream“ enthalten. Gibt es Schwachstellen? Hm… eigentlich nicht wirklich. Vielleicht klingt das eine oder andere Riff nicht gerade sehr prickelnd, aber damit kann man durchaus leben.

Fazit: Fans von Firewind, Mystic Prophecy, Nevermore und Evergrey aufgepasst, denn mit Assailant gibt es hier eine Band, die mit mächtigen Schritten Anschluss an eure Favoriten findet. Auf alle Fälle haben die Schweden hier mit „Wicked Dream“ alles richtig gemacht und bieten insgesamt 11 Songs, die verdammt viel Abwechslung bieten und dazu noch das nötige gewisse Etwas besitzen, damit das Album nicht nach wenigen Durchgängen schon langweilig wird. Hier sollte man unbedingt mal reinhören!

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