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Asphyx: Incoming Death

Nicht die beste, aber auch nicht die schlechteste Veröffentlichung der Band
Wertung: 7/10
Genre: Death Metal / Doom Metal
Spielzeit: 47:50
Release: 30.09.2016
Label: Century Media

Asphyx sind eine jener Kultbands, die praktisch jeder kennt, aber die nie so richtig durchgestartet sind. Vielleicht ist das aber auch ein Grund dafür, dass sich um die Formation eine sehr treue Fanschar gebildet hat. Völlig unabhängig davon hat die Truppe um Martin van Drunen nun ein neues Album am Start. Es ist das erste mit Stephan Hüskens (auch Drummer bei Desaster) hinter den Kesseln. Damit dreht sich das Bandkarussell ein weiteres Mal für die Combo.
Was die Truppe gemeinsam gezaubert hat, das jagen wir nun mit voller Lautstärke durch die Boxen.

Dass es nun ganz schön klappert, das dürfte schon selbstverständlich sein. Asphyx starten den Reigen mit düster-brachialen Klängen, die aber für die Formation noch recht gediegen klingen. Der Opener „Candiru“ bricht dabei noch etwas brachialer los als das darauf folgende „Division Brandenburg“. Insgesamt hält man den Speed aber noch ganz gut unter Kontrolle.

Das bedeutet natürlich nicht, dass der Silberling bisher nicht überzeugen kann. Wenn man mal den Punkt, dass die Stimme etwas sehr dominant ist, nicht so sehr ins Gewicht fällen lässt, dann kann sich schon eine heftige Lust auf mehr entwickeln und bereits der nächste Track kann diesen Wunsch erfüllen. „Wardroid“ ist ein ultrafetter Stampfer, wie man sich ihn von Asphyx nur wünschen kann. Zur Höchstform laufen die Jungs allerdings immer noch nicht auf. Die kommt erst so langsam bei „It Came From The Skies“ - hier verausgabt sich vor allem Fronter van Drunen und zeigt sich in für ihn bekannter Manier als fast stimmloser Röchler, der trotzdem einfach alles wegbrüllt, was sich wagt, im Wege zu stehen. Pestatem wäre vermutlich auch eine treffende Umschreibung.

In die richtig doomige Ecke kommt man dann erstmals bei „The Grand Denial“: Hier runden Asphyx ihr Profil nun wieder ab und zollen auch den Fans schleppenden Tempos wieder Tribut. Was den Song dann aber am Schluss zu etwas besonderem macht, ist die Vielfalt, die er in seiner Spielzeit mit über sieben Minuten verkörpert.  

Überhaupt können sich vor allem die überlangen Stücke als Perlen erweisen. „Subterra Incognita“ ist auch eine dieser außergewöhnlichen Kompositionen, die vielleicht nicht gleich sofort wirklich ins Auge stechen, aber mit der Zeit durchaus ein gewisses Hitpotential entwickeln. Vor allem, wenn man den Songs Zeit gibt, ihre Wirkung zu entfalten.

Zusammengefasst ergibt sich ein durchaus positives Urteil, welches allerdings nicht ganz makellos ist. Ein bisschen intensiver hat man die Truppe vor allem bei den ersten Veröffentlichungen schon in Erinnerung. Anders herum betrachtet bekommt man hier 47 Minuten intelligent und überdacht komponierte Musik, die mit Sicherheit mehr als eine reine Daseinsberechtigung hat. Hoch die Hörner und ab mit dem Teil auf den Plattenteller!

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