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Asphyx: Deathhammer

Ein tödliches Schwergewicht aus mehrfach gehärtetem Stahl
Wertung: 9.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 47:33
Release: 24.02.2012
Label: Century Media

Ist ja gar nicht tot zu kriegen, dieses Death-Metal-Dings, vor allem nicht, wenn die hoffentlich schon allseits bekannten Asphyx nach ihrer Wiederkehr mit dem Vorgänger “Death… The Brutal Way“ einen Old-School-Hammer vorlegten, wo selbst der Death-Metal-Nachwuchs nur die Ohren anlegen konnte. Nun liegt das schon achte Studioalbum vor und „Deathhammer“ ist tatsächlich auch das geworden, was der Titel schon impliziert: Ein tödliches Schwergewicht, kein Pling aus Blech, sondern ein fettes „Kawumm“ aus mehrfach gehärtetem Stahl.

Der große Trumpf neben stimmigen Songs ist dabei ebenfalls schnellstens gefunden: Könnte die immer wieder erkennbare Stimme eines Martin van Drunen ersetzt werden? Eben nicht, denn wie es da wieder mit fiesesten Herumgeröchel auch das Verdorbenste aus der siebten Sohle brüllt, ist nicht nur aller Ehren wert, sondern dermaßen einmalig wie sonst kaum etwas in einer Szene, die sich, wenn man ehrlich ist, auch ständig selbst kopiert, äh inspiriert.

Aber Martin kann sich auf seine Mitstreiter anscheinend auch blind verlassen, denn diese sind ebenfalls auf Zack und hauen ein paar Songs heraus, die sich auch anno 2012 locker in jeden Death-Metal-Gehörgang fräsen. Und da Asphyx einfach nur auf die Fresse ballern, verzichten sie auf jeglichen Intro-Schnick-Schnack und wühlen gleich mit erhöhtem Tempo per „Into The Timewastes“ in den Eingeweiden, die vom langsam kriechenden „Minefield“ noch überall verstreut liegen. 

Gleich die ersten Worte in „Deathhammer“ bringen es doch auf den Punkt: „This is the deathhammer, you bastards“ – ja sicher, schlag zu, denn wir liegen eh schon alle im Staub in huldigender Verbeugung, der Todeshammer kloppt mit Vehemenz ein Riff nach den anderen in die Hirnschale – „kneel, you dogs“ – schon erledigt, Martin.

Mit „Minefield“ nehmen Asphyx zum ersten Male so richtig das Tempo heraus und doom-deathen so bedrohlich durch das Minenfeld, dass sich der angstgeborene Adrenalinspiegel lavaartig durch die Vene ausbreitet – man riecht förmlich den eigenen Schweiß, wie er penetrant in Stresssituationen für erhöhte Aufmerksamkeit sorgt – bei geschlossenen Augen meint man durch eben jenen Sand zu kriechen.

Wer bisher so gut vorlegt, der kann es sich auch leisten, einen der stärksten Tracks der Bandgeschichte als Rausschmeißer aufs Album zu packen – „As The Magma Mammoth Rises“ ist kein zähflüssiger Langweiler trotz der fast achtminütigen Spielzeit, sondern ein Doom-Death-Kracher allererster Güte, infernalisch bedrohlich, brutal das Hasenherz umgreifend. Mit „We Doom You To Death“ haben sie dann auch gleich ein eigenes Denkmal geschaffen, der Tracks wie z.B. „The Krusher“ vollends in Vergessenheit geraten lässt.

Modern und Old School in einem - was sich vermeidlich beißt, passt hier wie Arsch auf Eimer. Asphyx legen mit „Deathhammer“ ein nach dem schon sehr starken „Death… The Brutal Way“ ein so sicherlich nicht zu erwartendes Folgewerk vor, dass sogar noch ein paar Lavabrocken drauflegt und von der ersten Sekunde an frisch klingt. Da wundert es auch nicht, dass heutzutage die Niederländer mehr Zuspruch haben als damals, „selbst Schuld“ will man ihnen da zurufen, wenn man einen so geilen „Deathhammer“ heraushaut. Warum dann nicht die volle Punktzahl? Ganz einfach: Was ist bei einer Steigerung beim nächsten Werk in 2014? Eben.

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