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ASP: Per Aspera Ad Aspera

Durch Mühsal gelangt man eben nicht zu den Sternen
Wertung: 9/10
Genre: Gothic Rock
Spielzeit: 155:48
Release: 26.09.2014
Label: Trisol

Fünfzehn Jahre treiben ASP bereits ihr Unwesen. Dieses Jubiläum nehmen die Düsterrocker zum Anlass für eine ganz besondere Veröffentlichung. Auf zwei CDs (oder alternativ auf fünf Platten) wurde ein Querschnitt der bisherigen Schaffensphase der Band erstellt. Dabei wurde nicht gekleckert. Auf der CD befinden sich über zweieinhalb Stunden Musik – das ist schon sehr ordentlich. Zusätzlich kommt das Teil in einer schönen Box und mit einem kleinen Buch als Booklet. Da hat sich die Band also nicht lumpen lassen. Auf zwei CDs nehmen ASP die Fans mit auf die Reise quer durch die Bandgeschichte.

Herausgesucht wurden aber nicht nur die Hits, sondern auch seltene Aufnahmen, Liveaufnahmen und Songs, die man selbst als Fan vielleicht gar nicht mehr auf dem Schirm hatte. Auffällig sind auch die Lieder, die bereits auf „Horror Vacui“ veröffentlicht wurden. Sie machen zwar nicht die große Summe aus, aber die andere Sicht auf die Dinge ist trotzdem interessant. Dazu gibt es viele andere Sachen zu entdecken – die Doppelscheibe kann den Zuhörer wirklich lange beschäftigen. Warum allerdings der Titelsong nur einmal als Plakat Mix (was auch immer das sein soll) Platz fand, ist fraglich. Irgendwo hätte man doch bestimmt noch Platz für die Originalversion gehabt.

Ein gleichzeitiges Pro und Kontra ist die Verteilung der Stücke auf den CDs. Wenn man die Platten am Stück hört, dann ist man ständigen Stimmungswechseln aus Liveaufnahmen, Albumversionen, Radioedits und so weiter unterworfen. Das ist ein bisschen wie Stop-and-go-Verkehr. Anfahren, bremsen, anfahren, bremsen. Das sind aber jetzt Luxusprobleme.

Die Compilation macht wirklich was her und kann in mehrfacher Hinsicht überzeugen. Der optische Eindruck ist schon mehr als gut. Die Box mit dem innen einliegenden Buch beeindruckt, nur die CDs, die (wahrscheinlich einfach der Größe wegen) nur in Pappschuber gepackt sind, werten das Package minimal ab. Diese Zusammenstellung ist auch sehr gut für Einsteiger geeignet. Auf nur zwei CDs erlebt man die ganze Bandbreite, die man von ASP erwarten kann. Hier gibt es richtig rockige Titel wie „Ich will brennen“, eher poppig-balladeske Stücke („Rücken an Rücken“) und auch sehr elektronisch ausgearbeitetes wie „Schwarzes Blut“ in der Club-Version. ASP haben sich nie wirklich auf ein Genre festgelegt. Alleine der Gothic-Charakter haftet allen Liedern gleichermaßen an. Dazu kommt der ganz eigene Charme der Band, der fast immer dazu führt, dass ein Stück sofort als Komposition von ASP identifiziert werden kann. Wenn man die wichtigsten Gothic(-Rock) Bands aus Deutschland auflisten müsste, dann gehören ASP gleich in den ersten Zeilen mit aufgezählt, soviel ist sicher.

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