Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Asking Alexandria: Stand Up And Scream

Eine geniale Mischung
Wertung: 8.5/10
Genre: Post-Hardcore
Spielzeit: 48:16
Release: 16.09.2009
Label: Sumerian Records

Um die Band namens Asking Alexandria gibt es einige Verwirrung, da das Album „Stand Up And Scream“ als Debüt verstanden wird, obgleich doch 2007 schon das Album „The Irony Of Your Perfection“ erschienen ist. Die einzige Gemeinsamkeit ist hier jedoch der Gitarrist Ben Bruce, der einst in Dubai im Jahr 2003 in der Band „Amongst Us“ spielte, aus der dann nach etlichen Lineup-Änderungen EndOfReason hervorging, was letztendlich in Asking Alexandria (Vol. 1.0) und dem ersten Album resultierte. Nachdem Mr. Bruce dann jedoch nach England zurückkehrte, formte sich eine neue Band um ihn, die nach Auflösung der alten Kapelle lediglich den Namen „Asking Alexandria“ der Einfachheit halber übernahm.

Soweit zur Vorgeschichte – nun ist es soweit und Asking Alexandria (Vol 2.0) haben bereits über Sumerian Records ihr echtes Debüt „Stand Up And Scream“ veröffentlicht, das mit heftigem Metalcore, großartigen Hooklines und vielen Synthesizer-Einlagen eine aufregende Dreiviertelstunde verspricht. Einer der Vorzeigesongs des Albums besticht sogar durch einen Gastauftritt von Shawn Milke, Gitarrist und Sänger von Alesana: „Hey There Mr. Brooks“ überzeugt mit einer grandiosen Hookline, die zum Mitsingen einlädt, dazu groovende Synth-Sequenzen, atmosphärisches, breakdown-lastiges Riffing und eine stimmige, rollende Bassdrum, die vor allem im Refrain super zur Geltung kommt. Gegen Ende des Songs folgt eine von schweren Gitarren und dichten Streichern getragene Bridge, die eine nahezu spürbare Energie verkörpert.

Dass Asking Alexandria allerdings nicht nur tiefe Breakdowns und aggressive Riffs auf Lager haben, zeigt das tanzbare, auf Synths basierende Zwischenspiel „Hiatus“  - und auch die folgenden Songs sind Paradebeispiele dafür, dass diese Formation auch einen feinen Sinn für zuckersüße Melodien hat: Die beiden Stücke „A Single Moment Of Sincerity“ und „Not The American Average“ vereinen Kontraste in sich, wie man es kaum für möglich hält. Einerseits sind da melodiöse Passagen, gleichzeitig treibende Riffs, Piano-begleitete Bridges mit herrlichsten Melodien und langsame, schleppende Breakdowns. Eine der wohl gelungensten Stellen des Albums findet man kurz vor Schluss bei dem zwölften Song mit dem kuriosen Titel „I Was Once, Possibly, Maybe, Perhaps A Cowboy King“ – etwa nach Halbzeit brechen Synths wie ein Gewitter in den Sound ein, die Gitarren setzen kurzzeitig aus, um im nächsten Moment immer wieder wuchtig und tief aus den Boxen zu erschallen, das sehr gelungene Drumming sorgt für eine Extraportion Energie und die aggressiven Vocals steigern sich mit dem verzweifelt-provozierenden Text in eine ungekannt energetische Stimmung, die nur noch durch einen finalen Breakdown entladen werden kann.

Stelle man sich vor, dass The Devil Wears Prada, Attack Attack! und We Came As Romans eine große Orgie gehabt hätten – Asking Alexandria wäre das Ergebnis. Diese Formation, die sich stellenweise selbst nicht ganz ernst zu nehmen scheint, versteht es wie kaum eine zweite Band, Energie aufzubauen, tanzbare Synthlines in aggressive Riffs einzubauen und gleichzeitig herrliche Hooklines - bei denen allem Anschein nach nicht am Computer nachgeholfen wurde – miteinander zu kombinieren. Diese Scheibe ist ganz großes Kino und kann Fans von den hier erwähnten Bands oder generell Post-Hardcore nur wärmstens ans Herz gelegt werden.

comments powered by Disqus

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging