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Asia: Fantasia Live In Tokyo

Vier Stars in Tokyo zeigen dem Nachwuchs, dass man nicht von der Musik ablenken muss, um eine gute Show abzuliefern
Wertung: 8.5/10
Genre: Stadion Rock
Spielzeit: 155:14
Release: 20.03.2009
Label: Edel Records

Im Jahre 2007 machten sich Asia auf, ihre große Comebacktournee zu spielen. Ob es nun der Ruf des Geldes war oder ein Trip zurück zu den eigenen Wurzeln, das werden wir wohl nie erfahren, aber wen stört es? Auf besagter Tournee trat die Band im März 2007 unter anderem in der Shinjuku Keseinenkin-Hall in Tokyo auf. Da Japan eh immer ein gutes Pflaster für die Band war, nahm man auch gleich eine DVD auf, welche am 05. Oktober 2007 erschien. Erst 2009 sollte das vorhandene Material auf Blu-ray Standard ummodelliert werden, um ein Maximum an Genuss erleben zu können.

Die Urbesetzung werden die Wenigsten in ihrer großen Zeit Anfang der Achtziger Jahre live erlebt haben. Und klar ist auch, dass die Band, die den Stadion Rock mit populär gemacht hat und Bands wie Def Leppard oder auch Bon Jovi mit beeinflusst hat, nicht mehr wie junge Hüpfer auf der Bühne agieren. Aber das erwartet wohl hoffentlich auch niemand. Die Liveshow ist generell recht spärlich, da die Band die Musik für sich selbst sprechen lassen will. Im Hintergrund sind drei kleine Leinwände aufgehängt, die mit Bildern gespeist werden. Die Lightshow ist eher ärmlich, aber die Bühne ist dennoch recht hell ausgeleuchtet.

Auf einzelne Songs einzugehen, sollte nicht vonnöten sein, dafür steht unten die gesamte Tracklist. Hervorheben sollte man aber, dass quasi alle Songs des erfolgreichsten Albums der Band, nämlich dem selbstbetitelten Debüt gezockt werden. Hinzu gesellen sich noch jeweils ein Song der größten Bands der jeweiligen Musiker. Gitarrenlegende Steve Howe darf den Yes-Klassiker „Roundabaout“ hinzusteuern, während Carl Palmer den ELP (Emerson, Lake, Palmer)-Hit „Fanfare For The Common Man“ in die Setlist schmuggelt.

John Wetton nimmt natürlich „In The Court Of The Crimson King“ (King Crimson), aber wirklich überraschen tut eigentlich Geoff Downes, der den alten The Buggles-Evergreen „Video Kills The Radio Star“ wieder zum Leben erweckt. Zugegebenermaßen muss man genau bei Letzterem sagen, dass man jede Band für diese hier dargebotene Version in der Luft zerreißen würde, aber hier schweigt man in Ehrfurcht.

Aber zurück zu den eigentlichen Asia-Taten auf der Bühne. Steve brilliert an seinen Gitarren und sein akustisches Solo „Intersection Blues“ weiß effektiv zu gefallen. Und wer glaubt, er kennt schon alle genialen Schlagzeuger, der kann bei Carls Solo in „The Heat Goes On“ seine Meinung nochmal überdenken. Schlagzeugsolos müssen nicht immer laut sein und das gute alte Mama-Papa-Spiel ist doch nur wirklich auch inzwischen recht abgedroschen. Carl lässt hier seinen Drumstick auf dem Becken tanzen, ohne ihn zu berühren. Einfach cool und was Anderes. Das kann man aber wohl auch nur, wenn man zig Millionen Platten verkauft hat und schon lange einen Status als Star inne hat.

Natürlich fehlen keine Hits wie „Sole Survivor“, das fantastische dargebotene „Don't Cry“, „Here Comes The Feeling“, „Only Time Will Tell“ oder „The Smile Has Left Your Face“, um nur einige zu nennen.

Der Ton kommt in Stereo ein wenig seicht rüber, zumal die Keyboards hier zu deutlich betont werden. Der Dolby Digital 5.1 Sound kann da schon mehr punkten, hat aber keine Chance gegen den sehr gelungenen DTS-HD Master Sound. Hier ist die wohl am meisten ausgewogene Abmischung am Start. Das macht Spaß, auch wenn das Publikum deutlich zu schwach rüberkommt. Das liegt aber natürlich auch am eher zurückhaltendem Publikum, welches eigentlich erst bei „Heat Of The Moment“ richtig Gas gibt.

Kommen wir nun zum Bild. Auch wenn es sich hier nur um eine 1080i Version handelt, gibt es keinerlei negative Erscheinungen. Klar, die Kameramänner hatten es auch einfach, da halt fast keine Bewegung auf der Bühne vorhanden ist und eben jene auch recht hell ausgeleuchtet wurde. Aber das Bild hat einen deutlichen Zuwachs zur DVD-Version zu verzeichnen. Unschärfen, grobes Filmkorn oder Ähnliches sind quasi nicht zu finden.

Fazit: Ein tolles Dokument einer alten, verdienten Band in bester Bild- und sehr guter Tonqualität (DTS-HD Master Audio). Wer zwischen der DVD und der Blu-ray schwankt, dem sei gesagt, dass die Blu-ray noch gut vierzig Minuten Interviews mit der Band an Bord hat, welche als sehenswert durchgehen. Ihr habt einen Blu-ray Player oder eine Playstation 3, dann geht kein Weg an dieser Veröffentlichung vorbei.

Konzert:

Bildformat: 1080/50i

16:9

Tonformat:

DTS-HD Master Audio

Dolby Digital 5.1

LPCM  Stereo (48khz/24bit)

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