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Ashes To Ashes: Borderline

Zu wenig zum leben, aber zu viel zum sterben
Wertung: 5/10
Genre: Alternative Metal / Modern Metal / Rock
Spielzeit: 40:20
Release: 24.06.2013
Label: Underground Symphony Records

Es ist schon eine Weile her, dass die Italiener Ashes To Ashes ihr Album „Borderline“ auf den Markt gebracht haben. Warum die CD jetzt bei The-Pit.de zum Rezensieren noch reinfliegt, ist fraglich. Aber gut, es ist wie es ist. Alternative Metal machen sie also, die vier Jungs plus ihre hübsche Sängerin. Von dem zierlichen Eindruck, den die Frontfrau auf dem Cover macht, darf man sich aber nicht täuschen lassen. Die Blondine kann nämlich auch ganz ordentlich growlen, was sie zum Beispiel beim Titelsong eindrucksvoll unter Beweis stellt. Der Titel der Scheibe ist dafür aber eher unglücklich gewählt. Alleine bei metal-archives.com taucht der Name gleich sieben Mal auf. Garantiert gibt es da noch mehr Platten mit gleichem Namen.

Wie auch immer: Lösen wir uns vom nichtssagenden Cover und lassen den Silberling rotieren. Schnell schleicht sich eine andere italienische Formation mit Sängerin ins Bewusstsein. Genau: Lacuna Coil. Sängerin Marta klingt zwar nicht ganz so wie Cristina Scabbia, aber sooo weit weg ist sie auch nicht. Der Umstand, dass Marta growlt, trennt die beiden dann aber doch recht klar. Stimmlich ist die Frontfrau recht fit, klingt aber trotzdem manchmal ein bisschen dünn. Das könnte aber auch an der Studioarbeit liegen.

Das größte Problem bekommt man mit der Scheibe, wenn man sich auf die Genrebeschreibung „Alternative Metal“ verlässt. Das mag für gewisse Teile des Silberlings bestimmt in Ordnung gehen, aber nicht für alles. Nicht mal für den größten Teil. Nur weil man gerne mal akustisch rumklampft, die Amps dann gleich im Anschluss voll aufreißt und auch noch eine Sängerin hat, ist man noch lange keine Alternativeband (den Kommentar zum Hipsterlook der vier Männer in der Gruppe verkneift sich der Autor). In großen Teilen ist das Album dem „Modern Metal“ zuzuordnen – siehe Bands wie All Ends oder Deadlock.

In die andere Richtung driftet man aber bis weit in den Schnulzenpopbereich ab. Vor allem der letzte Song „Home“ gehört eindeutig in diese Abteilung. Es ist kein Problem, wenn Metalbands mal so was machen, aber das ist sicherlich kein „Alternative Metal“. Auch kein „Alternative Rock“ und eigentlich ist es nicht mal „Alternative“. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen macht die Platte doch Spaß. Ashes To Ashes brechen aus. Die ganze Zeit. Vor allem im ersten Hördurchgang wird man ständig überrascht. Richtig große Augen bekommt man das erste Mal, wenn Marta zum ersten Growl ausholt. Dann ist Schluss mit lieblich und kleines Blondchen. Einige Männer würden sich bestimmt wünschen, dass sie so gut growlen könnten. 

Leider ist die Gitarrenarbeit ziemlich durchschnittlich. Gut, es geht um das Debütalbum und die Band ist noch ziemlich jung. Trotzdem muss sich die Scheibe internationale Vergleiche gefallen lassen, und da fällt sie durch. Nur als Beispiel könnte man hier die ehemalige Schülerband Summery Mind anführen, die mit den Italienern locker mithalten kann. Gerade beim Thema Songwriting muss die Truppe ordentlich anziehen, um einen deutlicheren roten Faden zu erschaffen und um einfach interessanter zu werden. Ist die Platte nämlich drei- oder viermal durchgelaufen, dann reicht es eigentlich auch. Vom großen Wurf ist man da noch weit entfernt.   

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