Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Ashes Of A Lifetime: When All Goes Up In Flames

Intelligenter Hybrid aus Hardcore und Death
Wertung: 8.5/10
Genre: Death Metal, Hardcore
Spielzeit: 41:45
Release: 25.05.2009
Label: Eigenproduktion

Es gibt Momente im Leben, da muss man sich einfach eines Besseren belehren lassen, ob man will oder nicht. Im Fall von Ashes Of A Lifetime tritt genau ein solcher Fall ein: klar hat man die Mischung aus Death Metal und Hardcore schon hundertmal gehört, aber die Coburger Jungs gehören definitiv nicht zu den Vertretern, die man sich entgehen lassen sollte.

Nach einer EP im Jahr 2005 und dem 2007-er Debüt "Human 1:1" steht nun die neue Platte "When All Goes Up In Flames" in den Startlöchern und der Titel scheint tatsächlich Programm zu sein: Wo die Fünf loslegen, geht wirklich alles in Flammen auf, die Songs klingen, als hätten Hatebreed sich mit einer der führenden Deathcore-Bands gepaart. Natürlich wurde dieses Baby während einer Wall Of Death gezeugt und so verwundert es kein bisschen, dass sich jeder einzelne der 13 Songs durch intensive Moshparts auszeichnet.

Das sehr sphärische Intro leitet direkt zum dynamischen "Life Translator" über, das mich positiv überrascht: Im Chorus wird zur Abwechslung nicht mit cleanem Gesang gearbeitet, sondern mit leicht verzerrten Vocals. Sehr geile Shoutings würzen den Song. Die sphärischen Elemente kommen auf dem Album öfter mal zum Einsatz, was die folgenden Parts nur noch härter erscheinen lässt. Das nennt sich intelligentes Songwriting.

"Forsaken" brettert gleich erbarmunslos voran, der Gesang erinnert stark an Genregrößen wie Neaera, der Mosh lässt nicht lang auf sich warten. Trotzdem schafft es die Band, den Song nicht in einem Brei verschwinden zu lassen, sondern auch technisch interessante Instrumentals einzubauen.

Zur Unterstützung, die eigentlich kaum vonnöten gewesen wäre, haben sich die Fünf einige Musikerkollegen an Board geholt. Bei "Grasp At Straws" darf Nils sich das Mikro mit Micha von Soulgate´s Dawn teilen; heraus kommt ein Hardcore-Stampfer, der sich als unglaubliches Brett erweist. Die beiden Jungs machen ihre Sache mehr als gut und kreiern einen der absolut heißesten Death Metal/Hardcore-Songs des Jahres. Auch das folgende "There Are No Two Ways" mit Gastsänger Marc von Killing Today entpuppt sich als extrem hörbar: Fieser Gesang, gepaart mit tiefen Growls - das passt einfach immer und bringt jeden Mosh zum Toben.

Das ominöse "Aboulomania", das sich als atmosphärisches Zwischenstück entpuppt, lässt einem noch mal kurz Zeit, um Atem zu schöpfen, bevor "Merry Sickness", mit dem ehemaligen Bandkollegen Andy am Mikro, nochmal richtig losbrettert.

Ashes Of A Lifetime brauchen sich vor Bands wie The Black Dahlia Murder oder Heaven Shall Burn zweifellos nicht verstecken. Obwohl die Band erst seit 2005 existiert, haben sie es schon geschafft, intelligente Songs mit großartigen Vocals zu verbinden, ohne in der Masse der Core-Bands unterzugehen.

comments powered by Disqus

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“