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Ashes Of A Lifetime: Lorem Ipsum

Hier zählt die Musik
Wertung: 8/10
Genre: Hardcore, Death Metal
Spielzeit: 42:41
Release: 31.10.2016
Label: Eigenproduktion

Manche Dinge kann und will man nicht verstehen. Beispielsweise, wieso eine technisch versierte und mitreißende Band wie Ashes Of A Lifetime immer noch auf Eigenproduktionen zurückgreifen muss und ohne Label dasteht. Obwohl, vielleicht ist das auch der selbst gewählte Do-It-Yourself-Mechanismus, denn wenn die Coburger eines sind, dann: etwas eigen. Das zeigt sich in der Musik, die uns von The-Pit.de mittlerweile seit dem 2009er Release „When All Goes Up In Flames“ begleitet, das zeigt sich aber beispielsweise auch in der Wahl des Titels für das neue Album: „Lorem Ipsum“ heißt das gute Stück nämlich, was im Layout einen Blindtext darstellt, einen Platzhalter also, bis der richtige Text eingefügt wird. Nun sind AOAL aber keineswegs Lückenfüller, sollen wollen damit vielmehr verdeutlichen, dass im Hardcore- und Metalbereich heutzutage deutlich zu viel Wert auf die Optik gelegt wird, wo doch eigentlich nur die Musik zählen sollte. Entsprechend fällt auch das Artwork in grau, schwarz und weiß recht simpel aus – konzentrieren wir uns also auf die Musik.

Wie nicht anders zu erwarten, legen die Herren und die Dame wieder ordentlich Spielfreude an den Tag, da wird vom Intro-Song „The Extreme Of Good And Evil“ bis hin zum finalen „Silhouettes Of Glas“ ordentlich durchgezockt, wobei sich die Band sogar noch zwei Gastarbeiter dazu holen konnte: Für gleich zwei Songs hat sich Drown In Grace-Sänger Benjaming Bátyi zum Mitwirken überreden lassen, „Change“ und „Forever“ mit Namen, wobei es bei beiden deutlich melodischer zugeht als auf der restlichen Platte. Für den bereits erwähnten Rausschmeißer „Silhouettes Of Glas“ wurde dann No End In Sights Dominik Thomas bemüht, der mit seinem heiseren Geschrei für ordentlich Stimmung sorgt.

Auch ohne fremde Hilfe kriegen Ashes Of A Lifetime ganz gut die Kurve, „Open Your Eyes“ knallt nach der kurzen Einleitung ohne Kompromisse mit dem Kopf durch die Wand, „All The Time“ bildet dann schon den ersten richtigen Ohrwurm, wobei zu Beginn noch deftig geballert wird, Doublebass-Gewitter inklusive. Sänger Nils feuert aus allen Rohren, unterstützt von Gitarrist Bastian, da kommt richtiges Hardcore-Feeling auf, im Refrain kommen dann flirrende Gitarren zum Einsatz, die noch eine ganze Spur mehr Dynamik in den Song einbringen.

Mit „BD2k16“ hat es sogar ein Song aus den Anfangstagen der Band auf die Platte geschafft, neu aufgenommen wurde die Dampfwalze schon allein der besseren Qualität wegen; hier tendiert der Sound gerade im Refrain mit seinen schicksalsschwangeren Gitarren wesentlich mehr zum Melo-Death, bevor man von Nils und seinen Kollegen in den Strophen wieder in Grund und Boden gestampft wird.

Dass hier in erster Linie wirklich die Musik zählt, spürt man von Sekunde eins bis zum bitteren Ende – das gar nicht so bitter ist, denn Ashes Of A Lifetime halten ihr konstant gutes bis sehr gutes Niveau scheinbar spielend. Wir auch schon „Green“ und „When All Goes Up In Flames“ auch, kann „Lorem Ipsum“ mit einer brachialen Mischung aus Death und Hardcore überzeugen, ohne zu „Deathcore“ zu werden – dafür gibt’s direkt acht Punkte.

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