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Ashes Of A Lifetime: Green

AOAL überzeugen immer noch
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal, Hardcore
Spielzeit: 28:48
Release: 04.05.2013
Label: Eigenproduktion

Obwohl die letzte Scheibe „When All Goes Up In Flames“ mittlerweile bereits vor gut vier Jahren auf The-Pit.de rezensiert wurde, hat sich der Name Ashes Of A Lifetime doch irgendwie gehalten. Damals konnten die Jungs mit ihrer intelligenten Mischung aus Hardcore und Death Metal, die sich fernab der üblichen Klischees mit ordentlich Spaß in den Backen ins Gehirn fraß, direkt mal 8,5 Punkte einheimsen – seit Mai steht mit „Green“ der Nachfolger in den Regalen zum Verkauf bereit.

Ohne Label, aber mit hörbarer Motivation haben die Herren (und die Bass-Dame) sechs Songs eingeprügelt, unter ihnen auch ein nicht allzu unbekanntes Cover – doch dazu später mehr. Im Gegensatz zum psychedelisch-wirren, aber nichtsdestoweniger geilen Artwork der letzten Scheibe setzen die Fünf diesmal auf ein auf den ersten Blick düsteres Bild, das aber mit dem blühenden Pflänzchen im Vordergrund doch einen Lichtblick zu vermelden hat.

Mit sechs Songs und einer knappen halben Stunde Laufzeit geben sich AOAL natürlich diesmal nur wenig Präsentationszeit, aber an sich macht das nichts – Hörer, die hier das erste Mal in den Genuss kommen, der Truppe lauschen zu dürfen, sollten sich ohnehin zumindest noch den Vorgänger zulegen.

„An Anthem For A Broken Heart“ startet mit unter zwei Minuten und einer interessanten Mischung: Könnte der Titel doch von einer Emocoreband stammen, hätte das sphärische Stück ohne Weiteres auf einer Deathstars-Scheibe erscheinen können. So zeigen Ashes Of A Lifetime also schon im instrumentalen Intro, dass ihnen Schubladen immer noch so ziemlich am Arsch vorbeigehen.

„SHOCK“ legt dann direkt mit ordentlich Breakdowns und Gangshouts nach – Sänger Nils bewegt sich wie schon beim vorherigen Album auf einem hohen Niveau und hat eine recht angenehme Stimmfärbung in seinem Gebrüll.

Richtig zum Aufhorchen bringt einen dann „Nemesis“ – wie gewohnt wird hier zwar mit ordentlich Doublebass und Geschredder gearbeitet, die Leadgitarren fräsen sich aber unerbittlich geil ins Großhirn und der Gesang im Refrain erinnert ganz stark an Machine Head, wird hier doch auf heiseren Gesang statt auf richtiges Geschrei gesetzt.

Hier schließt sich dann auch der Kreis zu oben erwähntem Cover: Mit Machine Heads „Davidian“ haben sich Ashes Of A Lifetime einen wahren Klassiker rausgesucht – ein Song, an dem sich sicherlich schon einige Bands versucht haben, aber die Coburger machen eine derartig gute Figur, dass man fast meinen könnte, man hätte das Original vor sich.

Fazit: Der „Aha“-Effekt der letzten Scheibe bleibt naturgemäß ein bisschen aus, nichtsdestotrotz hat die Truppe mit „Green“ ein gutes Stück für ihren Backkatalog geschaffen, das mit hörbar viel Spaß am Spiel daherkommt und dementsprechend eine ganz aufgekratzte Stimmung rüberbringt. Acht Punkte gibt es hier auf jeden Fall, man darf sich schon mal auf weiteren Output freuen.

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