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Ashbury Heights: Take Cair Paramour

Das lange Warten hat sich mehr als gelohnt
Wertung: 10/10
Genre: Synthie-Pop
Spielzeit: 92:60
Release: 02.07.2010
Label: Out Of Line

Ashbury Heights, ein Duo aus Schweden, melden sich nach ihrem Debut Album nach drei Jahren endlich zurück. Drei beschwerliche Jahre liegen hinter Ashbury Heights und nicht nur das, sondern auch der Ausstieg von Yasmine Uhlin und der Einstieg von Kari Berg. Genau dieser Umstand sorgte dafür, dass das Album einmal komplett neu aufgenommen werden musste, mit eben der Stimme von Kari. Die drei Jahre waren aber auch harte Jahre für den Sänger Anders Hagström, der an einem Punkt sogar soweit war, dass er die Musik komplett an den Nagel hängen wollte.

Jetzt, wo das zweite Album der Synthie Pop Gruppe vorliegt, lässt sich nur sagen: Zum Glück hat er es nicht getan. Das Album verstärkt den guten Eindruck des Debutalbums „Three Cheers for the Newlydeads“. Kari Bergs Stimme klingt, als wäre sie schon immer Teil Ashbury Heights und auch Anders Hagström hat einen guten Entwicklungssprung gemacht. Die Texte klingen erwachsener und die Vielfalt des Albums „Take Cair Paramour“ überzeugen, teils auch durch ihre Schlichtheit, einfach. Dass drei Jahre sehr lang waren und in den drei Jahren alles auf der Kippe stand, machen die Schweden wieder mit einem Doppelalbum gut. Neben den 14 neuen Songs, sind auf der zweiten CD viele Alternativen und auch neue, vorher noch nicht veröffentliche Stücke wie zum Beispiel: „Sensual Nothing“ und zwei Demos aus 2008: „Traffic“ and „The Velvets“ zu hören.

„Take Cair Paramour“ fängt direkt mit einem sehr eingängigen Song an („Anti Ordinary“), schön elektronisch machen Ashbury Heights deutlich, dass sie alles sein wollen, nur nicht normal. Weiter geht es direkt mit einem Ohrwurm-verdächtigen „Beautiful Scum“. Anders und Kari verdeutlichen hier, dass sie es verstehen, elektronisch ihre Message weiter zu tragen, dass das ewige nach den Sternen greifen, das Leben an sich kaputt macht.

Ein Anspieltipp ist auf jeden Fall „Scars Of A Lighthouse“, der Song, der auch in den 80er Jahren die Tanzflächen gefüllt hätte, wird eben das auch heute tun. Auch „I Can Kill You So Easily“ macht Lust auf mehr und Karis Stimme kommt zum ersten Mal richtig in Fahrt, sanft und doch durch dringend behauptet sie ihren Platz in der Band. Es vermag komisch zu klingen, aber es reiht sich ein guter Song an den nächsten und es ist gut, dass die von Anders Hagström angestrebte Veränderung der Musik von Ashbury Heights nicht statt gefunden hat. Genau das, was am ersten Album gefallen hat, wurde für das zweite Album verbessert, die Technik klingt sauberer, fertiger und ansonsten bleiben die zwei Schweden, bei der Richtung - gut so!

„Hope“ ist auch ein schöner Beweis für die Nicht-Weiterentwicklung und das dennoch Bereit-sein für höhere Verkaufszahlen. Es scheint inhaltlich deutlich zu machen, was Anders in den drei Jahren durchgemacht hat: Den Stand zwischen Hoffnung und Panik.
„The Ashes in Breath“ und „Dancers Nocturne“ werden die Tanzflächen in den Clubs füllen. Gerade letzterer Song zeigt auf, dass Anders Stimme wandelbar ist und die Synhesizer und Kari dies wirkungsvoll zu unterstützen wissen.

Ein kurzer Blick auf die zweite CD zeigt drei Versionen des Songs „Unbearable Beauty“, nicht unbedingt des stärksten Songs des zweiten Albums, wünschenswert wären da eher Remixes der Songs „I Can Kill You So Easily“ oder „Shades Of Ashes“ gewesen und dennoch schafft auch die zweite CD, mit immerhin neun Songs, zu überzeugen. Alleine der Einblick, den die beiden Demos geben, dies ist ein toller Dank an die Fans, die so lange warten mussten.

Fazit: Drei Jahre waren sehr lang und die Zweifel, ob jemals wieder etwas von Ashbury Heights zu hören sein wird, groß. Hier ist die Antwort, die mehr als angemessene: Ashbury Heights melden sich mit einem großartigen elektronischen Album, die Songs prägen sich sehr schnell ein und werden nicht langweilig. Die Melodien überzeugen und die Technik gibt dem ganzen den letzten Schliff.

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