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Ascension Of The Watchers: Numinosum

Nicht wirklich für Fear Factory-Fans geeignet!
Wertung: 4.5/10
Genre: Ambient Gothic Alternative
Spielzeit: 72:27
Release: 22.02.2008
Label: 13th Planet Records

Ascension of the Watchers nennt sich das Sideproject von Fear Factory Frontmann Burton C.Bell. Nachdem sich Fear Factory sich mittelfristig im Jahr 2002 aufgelöst haben, tat sich Burton mit John Bachdel (Tour-Keyboader von Fear Factory) zusammen und gründete Ascension of the Watchers. Das vorläufige Resultat war die EP „Iconoclast“ aus dem Jahr 2005, die man in Eigenregie veröffentlichte. Nachdem er im Jahr 2006 hauptsächlich für seine Hauptband tätig war, konnte er sich 2007 wieder mehr auf sein Steckenpferd konzentrieren, so dass das Duo mit „Numinosum“ ein neues Album im Kasten hat, das über das Label 13th Planet Records von Ministry Frontman Al Jourgensen veröffentlicht wird.

Nun sollte man hier allerdings weder Extrem Metal, geschweige denn Metal überhaupt erwarten, denn da liegt man komplett daneben. Vielmehr bietet man hier eine bunte Mischung aus Gothic, Alternative und Ambient Elementen, was letztendlich wohl viele Metalheads vor den Kopf stoßen wird.

Die Songs sind dabei an sich nicht mal so schlecht. „Evading“ zeigt sich leicht orientalisch, folkloristisch, „Residual Presence“ eher von der elektronischen Ambient Seite. Manchmal ergibt sich daraus aber auch nur ein großer Stil Misch Masch, der weder nach Fisch noch Fleisch klingt. Das sehr cool beginnende „Moonshine“ wäre hier ein Beispiel. Klingt das Stück anfangs noch wirklich sehr viel versprechend, wird die Nummer schlussendlich mit zu vielen Elementen voll gestopft, so dass am Schluss alles nach einem schlechten 80er Jahre Weihnachtssong klingt.

„Mars becoming“ könnte auch als Soundtrack für einen C-Movie-Trash Western sein, würden eigentlich nur noch einige Trompeten fehlen oder als Soundsample Peitschen oder so was.

Doch gibt es auch gutes zu berichten. Das sehr elektronische „On the River“ weiß nämlich durchaus zu begeistern. Hier treffen coole, außergewöhnliche Beats auf eindringliche Vocals und einfache, aber effiziente Melodien. Auch „Violent Morning“, eine relativ kurze und einfach gehaltene Ballade, gehört zu den herausragenden Stücken auf „Numinosum“. Und in diesem Zusammenhang sollte die sehr coole Coverversion von Simon & Garfunkel´s „Sounds of Silence“ auf keinen Fall unerwähnt bleiben, das fast schon an die Klasse von Nevermore´s Version erreicht.

Fazit: Unterm Strich bleibt „Numinosum“ allerdings fragwürdig. Wieso? Ganz einfach aus dem Grund, dass die Stücke allesamt sehr unterschiedlich klingen. Das mag für Samplerbeiträge reichen, aber nicht für ein komplettes Album, denn man fühlt sich dadurch viel zu oft hin und her gerissen, möchte zu oft die Skip-Taste drücken, oder ist gar schnell gelangweilt. Schade, eigentlich.

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