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Asathor: Die Wölfe heulen wieder

Wo bleibt denn nun der Spaß?
Wertung: 5/10
Genre: Pagan Metal / Viking Metal
Spielzeit: 41:32
Release: 21.12.2008
Label: Division Nordwolf

Die Österreicher von Asathor haben sich bei ihrem musikalischen Tun eins ganz groß auf ihren Schlachtenbanner geschrieben: Der Spaß an der Freud, will heißen: Für die Band steht der Spaß an der Mucke an erster Stelle. Ist ja nichts Verwerfliches, so ganz an sich.
Nur ob die Freude bei den Bandmitgliedern im Proberaum oder auf der Bühne verbleibt, oder ob sie es schaffen, die Hörer mit gewaltig Spaß in den Backen mitzureißen, bleibt herauszufinden, schließlich haben sie auch ein obligatorisches „Sauflied“ mit im Gepäck, das für gewöhnlich in alkoholgeschwängerter Atmosphäre einiges an Stimmung herauf beschwören dürfte, sollte oder wie auch immer.

Gerade im Pagan Metal wird mit Klischees nur so um sich geschmissen und so gehört es quasi zum guten Ton, dass man auch auf diesem Longplayer Songtitel wie beispielsweise „Revenge“, Valhalla“ oder das oben schon erwähnte „Sauflied“ findet. Das Klischee erfüllt zunächst einmal das „Intro“, denn man muss wirklich den Hut ziehen vor diesem super atmosphärischen Sound, den man sich glatt als Untermalung eines epischen Films vorstellen könnte. Epische Synthiemelodien samt Chören lassen für das, was danach in Form der Songs folgen soll, so einiges erwarten.

Doch ob nun Spaß mit im Spiel ist oder nicht: Was erwartet man von einer Pagan Metal-Schlachtplatte? Die Klischees wurden oben schon angesprochen, klar. Und was sonst noch? Da wäre etwas ganz Essenzielles: Als Hörer sollte man bei einer solchen Schlachtenplatte das Gefühl bekommen und in die Stimmung versetzt werden, dass man sofort alles stehen und liegen lässt, um mit den Kriegern in die Schlacht zu ziehen. Doch gerade hier wird es für das Material auf diesem Longplayer extrem schwierig. Zwar gibt es schöne Riffbögen wie beispielsweise in „Revenge“ , doch das Dargebotene wirkt nicht zwingend genug, um den Hörer vollends auf seine Seite zu ziehen.

Eine nette Idee, bei der man an Amaseffer denkt, haben sich die Jungs als kurzes, hörspielmäßiges Intro für „Raubzug“ ausgedacht: Kinder weinen, während ein solcher Raubzug in vollem Gange ist. Leider Gottes kann das, was dann aber folgt, dem Songtitel nicht ganz gerecht werden. Der Chor wirkt nicht, als würde man sich auf einem Beutezug befinden; er wirkt einfach nur müde. Das Gesamtkonstrukt offenbart viel zu wenig Dampf. Was dem gesamten Material fehlt, ist das Erhabene, was bei einem solchen Album auf jeden Fall vorhanden sein sollte und was zudem auch die Klischees noch weitaus mehr erfüllen würde.

Der Gesang klingt auf weite Strecken zu gleichtönig, etwas mehr an Variation hätte auch hier noch etwas mehr rausholen können. Als Positiv-Punkt kann man den Song „Valhalla“ anführen, da es hier wenigstens mal mit etwas mehr Dampf voran geht. Doch auch hier wird die anfänglich aufkeimende Euphorie bei dem schwachbrüstigen Chor ausgebremst. Als weiterer ausbaufähiger Punkt sei das Riffing genannt, denn dieses gestaltet sich hier wie auch ansonsten auf dieser Scheibe unspektakulär und wenig begeisterungsfähig, geschweige denn Freude erzeugend.

Seitens der Produktion hätte das Material auch etwas mehr Druck vertragen können, denn gerade im Bereich Bass / Drums wirken die Songs ein wenig schwach auf der Brust. Denn hier würde dem Hörer mehr Druck auch mehr Spaß bringen.  

Fazit: Von Viking Metal-Spaßmucke ist diese Scheibe noch ein Stückweit entfernt, denn rein nüchtern betrachtet mangelt es dem Material noch ein wenig an packenden Ideen und fesselnden typischen, vor Klischees triefenden musikalischen Parts. Aber wer weiß, wenn die Jungs Spaß daran finden, dann wird man künftig vielleicht ja etwas derlei Geartetem von der Spaßband zu hören bekommen.


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