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As We Fight / The Psyke Project: Ebola Split

Eine feine Sache für Core-Fans
keine Wertung
Genre: Metalcore, Post-Hardcore
Spielzeit: 34:54
Release: 02.05.2011
Label: Lifeforce Records

Die Dänen As We Fight machten das letzte Mal im Frühling 2009 auf sich aufmerksam, als sie ihre dritte Full-Length „Meet Your Maker“ unters Volk brachten und damit zwiespältige Reaktionen einheimsten. Guter, solider Metalcore wurde geboten, die Abwechslung blieb allerdings ein wenig auf der Strecke. Die Landsmänner The Psyke Projekt gehen da ganz anders zu Werke: düster-chaotisch bringen die Fünf ihren apokalyptischen Post-Hardcore auf die Bühne und bieten damit ein gutes Gegenstück zu dem geradlinig-brutalen Sound von As We Fight.

Dänemarks Metal-Szene platzt ja nun nicht gerade aus allen Nähten, also war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis man sich zusammenfand, Gefallen am Sound der jeweils anderen Band fand und eine Split-CD aus dem Ärmel zauberte, die jetzt, Anfang Mai, endlich in den Regalen steht. Auf den schönen Namen „Ebola“ hört das gute Stück, das sich in vier TPP-Stücke aufspaltet, die von As We Fight interpretiert werden, sowie fünf Stücke der Metalcoreler, die von den Kollegen in ein Post-Hardcore-Gewand gezwängt werden. Wer sich beim ersten Durchhören (so wie ich) fragt, wieso As We Fight auf ihrem letzten Album nicht so druckvoll klangen: Das liegt ganz einfach am neuen beziehungsweise alten Sänger Laurits Medom, der sich nach vollen drei Jahren wieder zu seiner alten Combo gesellt und somit „Meet Your Maker“-Sänger Esben Hansen aus dem Besetzungskarussell befördert – was vielleicht gar nicht schlecht ist, wenn man sich „Ebola“ so anhört.

Was in dieser Split-CD mit gerade mal 35 Minuten Laufzeit an Energie drin steckt, das können andere Bands mit doppelt so viel Spielzeit nicht auf die Beine stellen. Da stehen stimmliche Ausraster wie der Opener „Shattered“, bei dem Laurits sich so richtig schön auskotzen kann, neben schwarzmetallisch versetzten Psycho-Attacken wie „Only I Remain“. Wer da nicht vor Begeisterung Pipi in den Augen hat, versteht nichts von gutem Core. Und wenn man den „neuen“ As We Fight-Sänger hier so hört, weiß man auch, was bei der letzten Platte gefehlt hat: die ehrliche Angepisstheit, die Kompromisslosigkeit und diverse Nuancen in Laurits Stimme, die Esben so einfach nicht hinbekommen konnte.

Ein sehr gutes Beispiel für die Dynamik, die auf der letzten AWF-Scheibe weitestgehend gefehlt hat, ist „Bitter End“ mit seinen Stakkato-artigen Gitarren und Laurits heiseren Schreien. Hätte man solche Spielchen auf „Meet Your Maker“ finden können, wären mehr als 6,5 Punkte dabei herausgesprungen, soviel ist sicher. Ganz nebenbei: The Psyke Project landen nach nur einem Durchlauf auf der „Davon muss ich mehr hören“-Liste der Rezensentin. Was die Jungs um Sänger Martin Nielskov hier raushauen, treibt einem die Freudentränen in die Augen – noch dazu, wo die Produktion der Platte wirklich glasklar ist, aber bei einem Produzenten wie Jacob Bredahl ist das auch kaum verwunderlich.

Fazit: „Ebola“ kann man nur als gelungen bezeichnen. Im Gegensatz zu vielen anderen Split-Alben, wo zwei Bands fast derselben Genres sich gegenseitig Honig ums Maul schmieren, zeigt diese Scheibe die Vorzüge der beiden Bands ebenso wie die völlig unterschiedlichen Songstrukuren und Sounds. Solche Splits kann es gerne öfter geben!

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