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As They Burn: A New Area For Our Plagues

Atmosphärisch und individuell
Wertung: 7.5/10
Genre: Deathcore
Spielzeit: 26:23
Release: 23.12.2009
Label: Ultimhate Records

Manche Acts schreiben Texte über Bienchen, Blümchen, Sonnenschein und Pfannkuchen, andere Bands befassen sich mit der Realität und ihren Problemen, und wiederum andere drücken weniger erbauliche Emotionen in düsteren, ja fast schon apokalyptischen Texten aus. Zu letzterer Kategorie zählen auch die Franzosen As They Burn, die über Ultimhate Records ihre EP „A New Area For Our Plagues“ an den Mann bringen wollen.

Gekleidet werden die sechs Songs der EP in ein Deathcore-Gewand, dessen Stil zwar so einige Assoziationen hervorruft, aber nicht allein davon lebt, sondern auch eine ganz eigene Note mit altbewährten Mitteln verbindet: So finden sich in dem kurzen, instrumentalen Intro „It’s A Nice Day To Keep Your Life Safe“ zwar genretypische Rhythmus-Gitarren, die jedoch sehr stark in den Hintergrund gedrängt wurden und von atmosphärischen Synthesizerklängen dominiert werden, die eine perfekte Einleitung der EP bilden – eine extrem freudlose, zwielichtige Stimmung wird erschaffen und der aufmerksame Hörer ertappt sich selbst dabei, wie er beklommen und gebannt die von mephistophelisch-niederschmetternden Sounds geschwängerte Luft einsaugt.

Das altbewährte dieser Band sind die typischen Deathcore-Elemente und die zwar abwechslungsreich, aber nicht wirklich neuartigen Vocals – das ganz Besondere jedoch, was As They Burn speziell ausmacht, ist das übermittelte Fluidum, die so bleiern beißende Ausstrahlung der Songs, die nicht durch die typischen Deathcore-Melodiebögen, wie man sie von Oceano, Impending Doom und vielen andern kennt, sondern durch kleinste harmonische und experimentelle Elemente, die man sonst höchstens noch bei All Shall Perish oder Postmortem Promises findet, erzeugt wird. Als bestes Beispiel für diesen Sound kann man den Titeltrack „A New Area For Our Plagues“ nennen, bei dem sich die typischen Grundzutaten eines guten Deathcore-Songs ein knappes aber intensives Stelldichein mit experimentellen, melodischen Parts liefern. Ein weiterer Song dieses Kalibers ist der Track „Words Of Betrayer“, bei dem außerdem gekonnt Breakdowns mit treibenden Riffs kombiniert werden – etwas mehr klare, melodische Gitarrenklänge vermag man zuletzt beim Schlusslied „Angel’s Mind“ zu vernehmen, was dem Song jedoch keineswegs schlecht zu Gesichte steht.

Für eine Debüt-EP haben As They Burn hier ein beeindruckendes Machwerk abgeliefert, dass hinsichtlich Musik, Artwork und Ideenreichtum zu überzeugen weiß. Die Produktion ist etwas dumpf geraten, was jedoch die so wichtige Atmosphäre großartig unterstreicht, welche die Songs besonders interessant macht. Der wirklich große Hit fehlt der Band noch, aber unterm Strich können die Songs überzeugen und sollten von allen Liebhabern atmosphärischen Metals, die Core-Musik nicht gleich von vornherein verteufeln und mit härterer Musik Vorlieb nehmen können, definitiv angehört werden.

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