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As Silence Breaks: The Architecture Of Truth

Wirkt erst nach einer Weile
Wertung: 7.5/10
Genre: Melodic Death Metal, Metalcore
Spielzeit: 45:30
Release: 13.07.2012
Label: New Justice Records

Immer öfter scheint verhältnismäßig jungen Bands die pure Metalcore-Beschallung nicht genug zu sein – in jüngster Vergangenheit haben einige Truppen den an sich recht deftigen Metalcore mit allerhand anderen Stilen gemischt, die beliebtesten davon wahrscheinlich Melodic Death und Thrash Metal. Auch die Australier As Silence Breaks haben sich der Metal-Melange verschrieben und fahren damit seit dem Jahr ihrer Gründung, nämlich 2005, nicht mal schlecht. Immerhin konnte sich die Truppe diverse Bühnen mit Bands wie Carnifex oder Arch Enemy teilen, was schon mal nicht auf völlige Unfähigkeit schließen lässt.

Mit „The Inferno“ und dem selbstbetitelten Album haben die Aussies mittlerweile schon zwei Alben draußen, die in der (heimischen) Szene gut ankamen, „The Architecture Of Truth“ zeigt nun also, ob die Truppe es auch auf Langstrecken aushält. Der Fünfer ist dabei recht Metalcore-typisch mit zwei Gitarren und zwei Sängern bestückt, was dem Ganzen natürlich eine schönere Dynamik verleihen kann. Wirklich Neues bietet das Quintett nicht unbedingt, allerdings kann man bei den zwölf Songs an und für sich nicht meckern – gut gemachter Metalcore mit Melo-Death- und Thrash-Riffing bis hin zu Heavy-Metal-Einlagen à la Trivium und Co.; das bietet eigentlich immer Bewegungsmöglichkeiten für die Nackenmuskulatur und die Stimmbänder.

Da geht es mit dem Albumopener „Litany Of Fear“ zu Beginn noch fast zahm zu, bevor die aufstrebenden Gitarren von den Schreien des Shouters Sam Rilett zerschnitten werden. Ein bisschen tendiert der Rhythmus in Richtung der englischen Kollegen Bury Tomorrow, wenn bei As Silence Breaks auch noch das nötige Quäntchen Arschtritt fehlt, um an die Briten heranzukommen. Als Einstieg eignet sich „Litany Of Fear“ aber schon mal nicht schlecht. Auch „Biomechanical“ schleicht sich erst mit ruhigen Gitarrenklängen in die Ohren des Hörers, bevor mit wesentlich mehr Schmackes losgegroovt wird. Hier zeigen die Australier, worin ihre Stärke besteht, nämlich recht klassische Riffs mit Schreien und gut verpackten, nicht allzu aufdringlichen Melodien zu kredenzen.

Richtig episch kommt dann „Purpose“ daher, das im Refrain ein ordentliches Göteborg-Feeling versprüht, in den Strophen dann aber wesentlich rauer durch die Botanik galoppiert und eine beeindruckende Leadgitarre sein Eigen nennen darf, die man sicherlich fast überall wiedererkennen wird. Überhaupt haben die Herren ein recht gutes Händchen für einprägsame Riffs, wie sich nach mehrmaligem Anhören herausstellt. „Fire Born Chaos“ besticht dann eher durch einen richtig schönen Refrain mit klarem Gesang, der ein bisschen Anlaufzeit braucht, bis er wirklich zünden kann, der sich dann aber mit einiger Wucht ins Hirn einbrennt.

Zum Finale hin ziehen As Silence Breaks mit „Redeemer“ noch einmal alle Register, um längerfristig im Gedächtnis zu bleiben und tatsächlich: Hatte man „The Architecture Of Truth“ trotz des klangvollen Namens nach den ersten zwei oder drei Durchläufen als eher durchschnittlich bis fad eingestuft, muss man sich nach genauerem Hinhören doch selbst revidieren – das Album ist tatsächlich gespickt mit interessanten Instrumentals vor allem im Gitarrenbereich, was definitiv der große Pluspunkt für die Truppe ist. Auch am Mikro haben ASB mit ihrem Shouter ein recht glückliches Händchen bewiesen, obwohl es hier durchaus noch ein bisschen mehr Wumms hätte sein dürfen. Trotzdem pendelt sich die Platte spielend bei 7,5 Punkten ein.

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