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As I Lay Dying: The Powerless Rise

Metalcore lebt
Wertung: 7/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 44:15
Release: 11.05.2010
Label: Metal Blade

„The Powerless Rise“, beim Klang dieser Worte fließt so manchem Metalcore-Fan das Wasser im Mund zusammen. Es handelt sich um das neueste Machwerk des Genre-Giganten As I Lay Dying, welches immerhin schon das Fünfte aus ihrem Hause ist. Der Appetit der Fans dürfte ohnehin unsagbar groß ausfallen. Nicht nur, weil der Release des letzten Albums „An Ocean Between Us“ schlappe drei Jahre her ist, sondern auch, weil der Vorgänger schon jetzt als Metalcore-Klassiker gilt und eine der besten Scheiben darstellt, die dieses nicht mehr ganz so junge Genre bis jetzt hervorgebracht hat.

Metalcore im Allgemeinen befindet sich zur Zeit an einem kritischen Punkt, an dem sich entscheiden wird, ob es sich bei diesem Genre um etwas für die Ewigkeit, oder doch nur um einen kurzlebigen Trend handelt. As I Lay Dying haben also die Chance und auch gleichzeitig die Bürde, sich als „Fahnenträger“ zu erweisen und die Zukunft des Metalcore mitzubestimmen.

Um nicht weiter um den heißen Brei herumzureden, nun direkt zur Scheibe. Eins sei schon mal vorweg genommen: Die Fans werden auf jeden Fall satt, und das nicht zu knapp. Gleich beim ersten Song „Beyond Our Suffering“ wird klar, dass die Amis es ernst meinen. Schnell und brutal hauen sie einem die Riffs um die Ohren, abgerundet mit kurzen knackigen Soli und mit gewohnt guter amerikanischer Produktion, die keine Wünsche offen lässt. Nach drei Minuten ist der Spuk vorbei und der erste Eindruck ist gut.

Bei den nächsten beiden Songs kommen dann auch die Markenzeichen von As I Lay Dying zum Tragen, so sorgt die exzessive Doublebass für die nötige Härte, während der klare Gesang immer mal wieder für zusätzliche Melodie zuständig ist und gelegentliche Breakdowns zum Moshen verführen. Der erste Höhepunkt von „The Powerless Rise“ ist ein gesanglicher, und das im Song „Parallels“, der das Händchen der Kalifornier für eingängige Melodien eindrucksvoll unter Beweis stellt. Im Nachfolgetrack „The Plague“ legen dann die Gitarren nach, und das mit melodisch-thrashigen Riffs, wie sie schon auf „An Ocean Between Us“ vertreten waren und, man höre und staune, einem Solo erster Sahne. Die Mischung aus hohem Tempo und tragenden Gesangspassagen können die Jungs über den weiteren Verlauf des Albums mühelos und überzeugend rüberbringen und das, ohne dass Unstimmigkeiten entstehen. Bestes Beispiel hierfür ist der Song „Upside Down Kingdom“, der als heimlicher Titeltrack wahre Hymnenqualitäten aufweist.

Gegen Ende des Albums wird die Führung zunächst noch mal von der wirklich lobenswerten Gitarrenarbeit, von der sich viele Metalcore-Bands mal eine Scheibe abschneiden könnten, übernommen, bevor mit dem letzten Highlight „The Blinding Of False Light“, einem Song der sehr abwechslungsreich ausfällt, dabei eine Spannungskurve aufbaut und schließlich in einem dem Album würdigen Outro mündet, der Schlusspunkt gesetzt wird.

„The Powerless Rise“ ist also eine sehr überzeugende Scheibe, die zeigt, dass Metalcore zurecht seinen Platz in der Welt der Headbanger eingenommen hat. Die Fans werden voll auf ihre Kosten kommen und die Kalifornier werden ihren Weg weitergehen, das haben sie mit diesem würdigen Nachfolger von „An Ocean Between Us“ mehr als deutlich gemacht. Kritikpunkte gibt es dann aber trotzdem, so hören sich die Lieder teilweise sehr ähnlich an und sind auch in ihrem Verlauf oft vorhersehbar, es fehlt also ein bisschen das „Außergewöhnliche“. Nichtsdestotrotz ist das Ding die sieben Punkte absolut wert.

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