Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Arven: Music Of Light

Guter Gothic Metal, aber noch ohne Wiedererkennungswert
Wertung: 7.5/10
Genre: Gothic-Metal
Spielzeit: 51:45
Release: 23.09.2011
Label: Massacre Records

Mit folkigen Einflüssen beginnt das Album “Music Of Light”. Die Band, die dahinter steckt, heißt Arven und ist seit 2007 im Geschäft. Im ersten Moment, wenn man das Artwork der CD anschaut und den ersten Song, der auch Titelsong ist, hört, meint man, die Band komme wie viele andere aus der Gothic-Metal-Szene aus Skandinavien, aus Schweden oder Finnland. Weit gefehlt! Die Band, die sich hier mit ihrem Erstling präsentiert, kommt aus Frankfurt. So viel dazu, dass niemand Vorurteile hat.

Nach dem zarten Violinenintro folgt der Auftritt der Sängerin Carina Hanselmann. Gleich an dieser Stelle zeigt sie ihre zarte, nahezu zerbrechliche Stimme von der verletzlichsten Seite. Dass sie auch die hören Tonlagen gekonnt meistern kann, beweist sie im Refrain von „Music Of Light“. Dieser eine Song zeigt alles, was ein guter Gothic-Metal-Song haben muss. Eine gute Stimme, melodische Parts, griffige Gitarrenriffs und Power. Der Einstieg in das Album ist nun gelungen. Wünschenswert nun, dass diese Klasse weiter ausgebaut wird und die Band aus Frankfurt etwas zeigt, was sie von anderen abhebt.

Schaut man sich alleine die Tracklist an, meint man alle Songs zu kennen. Die Themen sind irgendwie schon alle einmal besprochen worden. Der zweite Song „On Flaming Wings“ beginnt aggressiver als der Start ins Album. Hier kristallisiert sich ein richtig kantiger Gothic-Song heraus. Carina bleibt dem Wechsel zwischen hohen und gemäßigten Tonlagen treu und weist somit weiter auf ihre Klasse hin. Allerdings ist an dieser Stelle auch deutlich, dass ihre Stimme so gut, sie ausgebildet ist, keine Ecken, keine Kanten hat, so dass sie unter vielen nur schlecht herauszuhören wäre.

Mit „Raise Your Cups“ wird von dem gotischen Stil Abstand genommen und es entsteht ein folkiges Trinklied, und das auf eine Weise gespielt und vorgetragen, dass der Hörer sich auf einer alten Holzbank schunkeln sieht. Keine Frage, auch der Song ist gut gemacht, sowohl an den Lyrics als auch an der Aufnahme gibt es nichts zu meckern. „My Dear Friend“ ist eine Ballade, süß, aber zäh wie Kaugummi. Stimmung kommt hier nicht wirklich auf, keine Gänsehautstimmung, kein Wunsch, diesen Song auf der inneren Festplatte zu speichern. Angehört, für gut gemacht empfunden und wieder vergessen. Was folgt sind dann weitere klassische Gothic-Metal-Songs, die komplett durchdacht und professionell umgesetzt worden sind. Keine Frage, die Frankfurter haben einmal mehr nach Skandinavien geschaut, das Gehörte gelernt und mit viel Liebe zum Detail eingespielt. Von der Seite stimmt wirklich alles. Der große Wermutstropfen des Albums ist dann aber, dass sie Gefahr laufen, im Matsch der vielen Gothic-Metal-Bands zu landen und nicht in der Lage sind, sich abzusetzen.

Für das nächste Album ist wünschenswert, dass sie ihren eigenen Weg finden und diesen auch genauso konsequent verfolgen, wie sie bisher in den Norden geschaut haben. Mit dem Werk „Music Of Light“ haben sie insofern alles richtig gemacht, dass sie damit gezeigt haben, was sich da in Frankfurt als Band Arven entwickelt hat und dass sie wissen, was sie wollen. Und sie haben gezeigt, dass sie richtig gut sind. Nun denn, zeigt uns, dass ihr anders seid als die Masse.

comments powered by Disqus