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Artillery: One Foot In The Grave, The Other In The Trash

Fans können gerne zugreifen, denn ihr kriegt hier wirklich was für euer Geld
Wertung: 7.5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 125:0
Release: 27.06.2008
Label: Metal Mind Prod.

Artillery waren in den 80ern eine der wenigen Bands aus Dänemark neben Größen wie Mercyful Fate oder King Diamond, die sich einen Namen machen konnten. 1982 in der Nähe von Kopenhagen gegründet, nahm man zwischen 1982 und 1985 insgesamt 4 Demos auf, wobei das letzte „Fear Of Tomorrow“ letztendlich zu einem Deal mit Neat Records führte. Noch im selben Jahr wurde „Fear Of Tomorrow“ als Album (neu aufgenommen) offiziell veröffentlicht und kam auch sehr gut bei Fans und Presse an, doch erst die zweite Scheibe „Terror Squad“ (1987) brachte den breiten Durchbruch, welcher durch die nachfolgende Langrille „By Inheritance“ (1990), die den Oberknaller „Khomaniac“ enthält, sogar noch gesteigert wurde, auch wenn man sich hier nicht mehr so aggressiv wie zu den Anfangstagen präsentierte.

Leider war aber irgendwo doch der Wurm drin, denn 1991 löste man sich zum Leidwesen der Fans vorerst auf und wagte sich erst 1998 wieder an einen Neuanfang heran. 1999 erschien das Comeback Album „B.A.C.K.“, das gute Kritiken einfuhr, aber nur von wenigen neuen Fans aufgenommen wurde. Studiotechnisch gab es seither nichts Neues mehr von den Dänen. 2007 veröffentlichte man lediglich mit „Through The Years“ ein 4-CD Boxset, das alle vier Alben in remasterter Form, alle Demos sowie ein 32-seitiges Booklet mit allem Songtexten enthielt.

Im Jahr 2008 gibt es jedoch wieder Neuigkeiten. Man hat einen neuen Sänger namens Søren Adamsen an Bord, der den ausgestiegenen Flemming Rönsdorf ersetzte und spielte mit ihm auch einige Konzerte, u.a. auch beim diesjährigen Metalmania Festival in Polen, wo man die Artillery Show für eine DVD namens „One Foot In The Grave, The Other One In The Trash“ mitgeschnitten hatte.

Wie auch schon bei der Flotsam & Jetsam-DVD (die bei dem gleichen Festival aufgezeichnet wurde) gibt es hier eine außerordentlich gute Bild- und Tonqualität, die absolut überzeugen kann. Auch die Schnitte sind nicht übertrieben angesetzt, so dass keiner mit einem Herzschrittmacher einen vorzeitigen Exitus befürchten muss. Und zu guter Letzt kann auch die Kameraführung noch zusätzliche Pluspunkte sammeln, denn hier waren wirklich Profis am Werk, die ihr Handwerk verstehen.

Doch was nützt eine gute Bild- und Tonqualität, wenn die Band nichts taugt? Das haben sich Artillery leider nicht ganz zu Herzen genommen, denn auch wenn die Setlist absolut hammermäßig ausgefallen ist – u.a. werden Klassiker wie „The Challenge“, „By Inheritance“, „Time Has Come“, das bereits oben erwähnte „Khomaniac“ und „Terror Squad“ geboten – die Performance kann nicht wirklich für sich sprechen.

Zwar erledigt Neuzugang Søren Adamsen einen wirklich sehr guten Job und versucht, die anwesenden Fans von der ersten bis zur letzten Minute zu animieren, doch das hätte er mehr bei seinen Mitmusikern machen sollen, denn die bewegen sich lediglich mit Minimalaufwand. Liegt es doch an der längeren Abstinenz oder gar am fortgeschrittenen Alter?

Schade eigentlich, denn dies ist auch das einzige Manko, was mich „One Foot In The Grave, The Other One In The Trash“ nicht uneingeschränkt jedem Thrash Fan empfehlen lässt. So werden nun lediglich die Artillery-Fans frohlocken, endlich ein Video-Dokument ihrer Faves in den Händen halten zu können. Mehr allerdings leider auch nicht, auch wenn das Bonusmaterial auch ganz in Ordnung geht.

Fazit: Fans können gerne zugreifen, denn ihr kriegt hier wirklich was für euer Geld geboten. Die Qualität und das Material stimmen und werden keinen enttäuschen. Wenn ihr aber zuvor noch nie was von Artillery gehört habt, empfehle ich euch eher die Alben „Terror Squad“ oder „By Inheritance“ zu kaufen.

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