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Artillery: My Blood

Thrash nach altem Rezept
Wertung: 7.5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 53:27
Release: 21.03.2011
Label: Metal Mind Records

Die Band Artillery kann in ihrem mittlerweile auch schon bald dreißigjährigem Bestehen, angefangen mit der Bandgründung im Jahr 1982, bereits auf eine ordentliche Diskographie und eine lange Geschichte zurück blicken, auch wenn die Skandinavier sich in den Neunziger eine knappe Dekade lang eine Schaffenspause gegönnt haben und nicht wenige Besetzungswechsel vollzogen haben. Gerade der Erstling „Fear Of Tomorrow“ aus dem Jahre 1985 und auch die 1991er „By Inheritance“-Scheibe der Thrash-Artillerie gelten als wahre Klassiker des Genres und erfreuen sich bei Fans bis heute reger Beliebtheit. Vor zwei Jahren haben die dänischen Urgesteine dann mit dem Hammerding „When Death Comes“ noch einmal eine richtige Ansage gebracht und allen klargemacht, dass sie wieder auf der Landkarte des Thrash Metal zu finden sind. Genau hier möchte man natürlich anno 2011 auch gerne mit der neuesten Produktion mit dem Titel „My Blood“ anknüpfen und feinsten Thrash der alten Schule unter die Leute bringen.

Mit orientalischen Klängen und sieben Minuten Länge wird „My Blood“ von dem Startschuss „Mi Sangre (The Blood Song)“ eröffnet und entfesselt gleich einmal klassischen Achtziger-Jahre-Thrash samt ordentlicher Riffgewalt und blitzschnellen Gitarren-Attacken, wie man es von den Dänen um die Gebrüder Stützer gewohnt ist, wobei immer wieder nette Breaks und nackenwirbelschädigende Kopfschüttelpassagen für das richtige Maß an Abwechslung sorgen. Auch die nächsten Songs „Monster“ und „Dark Days“ bewahren die orientalische Gitarrenmelodik und warten obendrein noch mit harten, aber dennoch angenehm-eingängigen Riffs, sowie Gesangseinlagen, die einen auf nostalgische Art und Weise in das erste Jahrzehnt des Thrash entführen und an Klassiker wie „Alice In Hell“ von Annihilator erinnern.

Die Dänen knüpfen nahtlos am guten Vorgänger „When Death Comes“ an und fackeln auf dem Silberling ein Feuerwerk an Old School Thrash ab, der sehr rockig und eingängig daherkommt, ohne dabei jedoch an Härte einzubüßen. Handwerklich gibt es hier also zwar rein gar nichts zu meckern, allerdings muss man eingestehen, dass die Songs durchweg vorhersehbar sind und dass man das alles auch schon mal irgendwie so oder so ähnlich bereits gehört hat. Innovation sucht man hier also mehr oder weniger vergeblich, da die Songs alle nach altbewährtem Rezept zubereitet sind und teilweise nur so vor Klischees überkochen.

Aber auch ohne gleich das Rad neu zu finden kann man natürlich gute Musik machen, so gibt es auf „My Blood“ einiges an Juwelen. Mit „Ain't Giving In“ hat man eine waschechte Metal-Powerballade gezaubert wie sie im Buche steht, bei der sich Sänger Sören Adamsam tatkräftig unter Beweis stellt. Auf der anderen Seite hat man dann mit dem Song „Thrasher“ nicht nur einen ausgesprochen aussagekräftigen Songtitel, sondern auch eine Nummer, die richtig nach vorne geht. Mit „Warrior Blood“ und „End Of Eternity“ hat das Album auch noch zwei richtige Höhepunkte, die elegant zwischen Dampfhammer und epischer Ballade Brücken schlagen und noch einmal das Talent der Dänen unter Beweis stellen.

Die Altmeister von Artillery haben alles in allem ein richtig gutes Stück Thrash Metal der alten Schule aufs Parkett gelegt, das sich sehen lassen kann. Bemängeln lässt sich nur die fehlende Innovation und auch ein wenig die schwächer werdenden Songs gegen Ende des Langspielers, der aber insgesamt deutlich überdurchschnittliches Liedgut zu bieten hat. Nichtsdestotrotz sollte das dem geneigtem Fan des Genres wahrscheinlich nicht die Suppe versalzen.

 

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