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Art Of Anarchy: Art Of Anarchy

Souveränes, wenn auch nicht revolutionäres Supergroup-Debüt
Wertung: 7/10
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 45:25
Release: 08.06.2015
Label: Century Media

Über 150 Millionen Alben haben die Mitglieder von Art Of Anarchy in ihrer bisherigen Karriere bereits verkauft. Nun haben sich Scott Weiland, Disturbed-Basser John Moyer, Guns N‘ Roses Leadgitarrist Ron “Bumblefoot” Thal und die Votta-Zwillinge zusammengetan, um unter dem eben genannten Bandnamen die Rock-Szene zu revolutionieren. Ein ambitioniertes Ziel, das sich im Verlauf der Platte als vielleicht ein bisschen zu hoch angesetzt herausstellt – ganz so revolutionär ist das selbstbetitelte Debütalbum der Supergroup dann nämlich auch nicht. Die individuelle Klasse der Musiker scheint aber natürlich dennoch durch und macht das Debüt der frisch gegründeten Supergroup zu einem mindestens guten Rockalbum.

„Art Of Anarchy“ beginnt mit einem orientalisch klingenden, von prasselndem Regen untermalten Gitarrenintro, bevor die Band mit dem Industrial-Rocker „Small Batch Whiskey“ zum ersten echten Song übergeht. Zwar hat die Nummer durchaus ihre Momente und sowohl Weilands als auch Bumblefoots Qualitäten blitzen mehr als nur einmal deutlich durch, so richtig zünden will die Nummer aber noch nicht.

Glücklicherweise können die Routiniers das Niveau aber noch einmal anheben und dank stampfender Gitarren und Scott Weilands überragender Gesangsperformance mit „Time Everytime“ schon wesentlich mehr überzeugen, bevor sie sich an ihrer ersten Ballade probieren. Schon hier lässt sich sagen, dass der balladeske Ansatz fast ein bisschen mehr überzeugt als das immer gleichmäßig nach vorne stampfende Riffing der härteren Nummern – das ist aber letztendlich natürlich vor allen Dingen Geschmackssache

Unabhängig von persönlichen Präferenzen sticht im Verlauf des Albums immer deutlicher heraus, dass die beteiligten Künstler ihr neues Projekt vor allem zum Ausleben ihrer kreativen Ideen nutzen. Seien es orientalisch angehauchte Gitarrenparts im Intro oder dem Song „Til The Dust Is Gone“, die eingangs besprochenen Industrial-Elemente in „Small Batch Whiskey“, oder das vor allem rhythmisch interessante, leider aber nicht immer ganz runde Ideenwirrwar in „Grand Applause“. Unabhängig von Ansatz und Stilrichtung kann sich das Quintett dabei dank der Variabilität ihres Frontmannes auf eine gelungene vokale Vertonung verlassen, was das Experimentieren logischerweise einfacher macht. Wobei man natürlich der überzeugenden Gesangsperformance zum Trotz das Talent der anderen beteiligten Musiker nicht unter den Teppich kehren sollte – man hört eben schon, dass hier Profis am Werk sind.

Zwar erfinden Art Of Anarchy auf ihrem Erstwerk das Rad nicht komplett neu, insgesamt steckt das Album aber dennoch voller nicht revolutionärer, aber doch interessanter Ideen. Trotz der prominenten Besetzung zünden allerdings leider nicht alle dieser Ideen so richtig, so dass manche der Kompositionen bisweilen etwas unrund wirken. Übrig bleibt dennoch ein souveränes, nicht immer komplett rundes, aber eben durchaus interessantes Album begnadeter Musiker, welches die individuelle Klasse der beteiligten Künstler unterstreicht, aber eben auch noch Raum für Verbesserungen lässt.

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