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Arsis: We Are The Nightmare

At The Gates auf amerikanisch
Wertung: 8/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 40:46
Release: 18.04.2008
Label: Nuclear Blast

Interessant, interessant, hier scheint wohl jemand die alte At The Gates-Schule höchst intensiv studiert zu haben. Die amerikanischen Brutal-Thrasher von Arsis sind zumindest den Uptempo-Attacken der schwedischen Comebacker gegenüber keinesfalls abgeneigt und würzen ihre dezenten melodischen Ansätze mit einem kräftigen Wumms aus der Bay Area-Ecke. Steht hier die nächste Extrem-Vollbedienung aus dem Rookie-Fundus von Nuclear Blast ins Haus? Nun, man sollte es fast meinen.

Arsis probieren unterdessen kaum wirklich Neues, sondern kombinieren gewohnt fette Blastbeats mit modernem Thrash-Riffing, einzelnen Death-Metal-Grooves und melodischen Elementen der alten schwedischen Schule, bleiben dabei jedoch so kompromisslos aggressiv und energiegeladen, dass so manch etablierte Truppe von der Wucht der zehn neuen Stücke locker an die Wand geblasen wird.

Schon in den ersten Nummern macht die Band klar, dass auf „We Are The Nightmare“ keine Gefangenen gemacht werden: Rücksichtslos und vor allem im Highspeed knüppelt die Band sich durch einen wütenden Bastard aus Old School-Thrash und mit einigen Grind-Elementen versetztem Death Metal, dies jedoch immerzu mit einem Blick auf das aktuelle Tagesgeschehen in der Szene.

Mit Songs wie „Shattering The Spell“, dem stampfenden „Servants To The Night“ sowie dem eröffnenden Titelstück setzt man dann auch direkt mal ein paar ganz klare Zeichen, von denen sich Fans von Machine Head bis Municipal Waste gleichermaßen angesprochen fühlen dürfen. So lässt man sich standesgemäßen, brutalen Thrash Metal gerne gefallen!

Die Intensität lässt jedoch auch im weiteren Verlauf der Platte nicht nach, ganz im Gegenteil: Mit dem brachialen „Progressive Entrapment“ und dem herausragenden „My Oath To Madness“ landen Arsis eine klare Kampfansage an die stets mehr verweichlichte skandinavische Szene und dokumentieren noch einmal, dass der amerikanische Underground die jüngsten Entwicklungen geflissentlich ignoriert. Dem Hörer wird’s recht sein, solange das Ergebnis so fett bleibt wie auf „We Are The Nightmare“, der ultimativen Antwort auf den neuesten Fauxpas aus dem Hause In Flames. Hier gibt’s nämlich noch richtigen Metal, der einem wie ein amtliches Brett um die Nackenwirbel fürchten lässt!

Fazit: Carcass, ick hör dir trapsen...

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