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...arrived At Ten: side|seeing

Drei Songs mit Potenzial
Wertung: 7/10
Genre: Prog Rock/Pop
Spielzeit: 14:13
Release: 01.06.2008
Label: Eigenproduktion

Von der harten, kompromisslosen Musik zu filigranen und überlegten Tönen. Vom Metal, Hardcore und/oder Punk zur progressiven Variante des Rock. Es ist schön zu beobachten, dass ich nicht der Einzige bin, der eine solche Entwicklung durchmacht. Die vier Herren von ...arrived at ten haben scheinbar auch bemerkt, dass man Bands wie Muse, Dredg oder Oceansize viel aufmerksamer zuhört als so mancher Metalband. Man verstehe mich nicht falsch, ich mag immer noch die Unbändigkeit von Bands, die dem gepflegten Dunkelkreisch frönen, aber eine Entdeckungsreise durch den Rock wirkt oftmals sehr viel entspannender. Wichtig ist nicht nur die Instrumentenbeherrschung, sondern auch die Fähigkeit, Atmosphäre zu schaffen.

...arrived at ten aus Amberg im beschaulichen Ostbayern sind eine junge, vierköpfige Band, die erst seit Oktober 2006 zusammenspielt. Für diese nicht einmal zwei Jahre andauernde Bestehenszeit der Jungs klingt die Musik schon äußerst professionell. Dies wurde ihnen auch Ende 2007 bei einem Bandcontest bescheinigt, wo sie die Produktion von 100 CDs gewannen.

Nicht selten erinnert „side|seeing“ mich an die ebenfalls noch sehr kleinen Dropped aus Berlin. Progressiver Rock mit leicht melancholischer Note, wobei Dropped mehr Wert auf Dramatik legen und die besprochenen Amberger den Hang zu mehr Atmosphäre haben.

Der Opener der drei Stücke umfassenden Demo heißt „Wide Awake“ und beginnt geheimnisvoll mit eingefadeten Clean-Gitarren, die sich mit dem Schlagzeug paaren und dann letztendlich den Song einleiten. Der Verzerrer kommt nun auch zum Einsatz und die Stimme passt auch vollends zum Klang, wobei an den Tönen teilweise noch gefeilt werden könnte. Ruhige Stücke, Schrammelpassagen und kleinere Gitarrensoli wechseln sich ab, dezent unterlegt vom kreativen Drumming.

Der zweite Track „El Suelo“ hat mit 4:45 in etwa die gleiche Spielzeit wie auch die beiden anderen Lieder von ...arrived at ten. Man beginnt hier wesentlich verhaltener, aber gleichsam auch atmosphärischer. Das Schlagzeug setzt Akzente, der Bass dröhnt im Hintergrund auch gefühlvoll mit und das Gitarrensolo zeugt von Leidenschaft.

Song Nummer drei „Red Light“ geht fast nahtlos in den vorangegangenen über. Das charakteristische Gefrickel durchzieht den gesamten Titel. Ein wenig mehr Aggressivität oder Intensität beim Gesang wäre zu wünschen, da die Gitarren des öfteren auch nicht gerade zimperlich vorgehen.

Lässt man die ambitionierten Jungs von ...arrived at ten jetzt noch ein bisschen weiter an den Songs feilen und kleinere Schwächen ausmerzen, dann sollten wir bald eine kreative, abwechslungsreiche und gefühlvolle Prog Rock/Pop-Band haben, die mit ihrem Sound auch keine Probleme haben sollte, breitere Massen anzusprechen. Ab und an könnte man trotzdem noch ein bisschen Gas geben, das könnte ihnen gut zu Gesicht stehen.

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