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Army Of The Universe: Mother Ignorance

Was für ein Goldstück
Wertung: 9.5/10
Genre: Alternative/Industrial/Rock/Trance
Spielzeit: 52:06
Release: 17.06.2011
Label: Metropolis Records

Ganz neu im Musikbusiness sind die Mitglieder von Army Of The Universe, bestehend aus Mailänder und Keyboarder Albert Vorne aka Trebla und Sänger Lord Kalidon. Für Liveauftritte haben sie sich Gitarrist Davide Tavecchia ins Boot geholt. Ihr Debütalbum “Mother Ignorance“ wurde vom US-Musikproduzenten Chris Vrenna released. Er war Mitglied der Band Nine Inch Nails und ist jetzt Keyboarder von Marilyn Manson. Er hat auch schon namenhafte Bands wie Metallica, Rasmus, Megadeth und Slipknot produziert. Beim Hören denkt man zweifellos an diese Bands, denn Stimme und Stil sind oft ähnlich. Auch die Band KoRn bringt man direkt in Verbindung. Doch das macht die Newcomer keineswegs schlecht. Das Album deckt verschiedene Genres ab. Es hat Trance-, Rock-, Industrialelemente. Es wirkt sehr frisch und man hört das "Know How" heraus.

Das gute Stück fängt direkt mit einem Earcatcher, sowie dem albumgleichen Titel an: “Mother Ignorance“. Es ist ein recht aggressiver Song, der vom zweiten, weniger geliebten ICH erzählt, das man manchmal wie eine zweite Haut abstreifen sollte. Super Sounds und kleine Tonüberraschungen erwarten dem Hörer. Auch der zweite Song ist ein Kracher. “Lovedead“ ist wohl der kreativste, erotischste und abwechslungsreichste Track auf dem Album. Auch hier erscheinen wieder kleine Extrasounds und liebevoll angerichtete Effekte. Er ist bereits in den Clubs ein "Burner on the dancefloor". Er erzählt von Liebe, von digitaler Liebe und Leidenschaft,- überaus tanzbar. “Army Of Me“ ist ein Cover von Björk. Es erschien erstmals 1995 und handelt von der Kraft, die in jedem Menschen steckt, Dinge zu verändern und stark sowie selbstbewusst durchs Leben zu gehen.

Der achte Song, passenderweise betitelt mit “8 Flowers“, ist ein sehr witziger Song. Hier werden Menschen besungen, die Blumen gesandt bekommen haben. Sie sollen immer etwas Positives bewirken. Nur sollte er selbst Blumen bekommen, so wünscht ihm jemand den Tod. Es folgen weitere Ausführungen, warum man Blumen bekommen sollte und warum nicht. Fieses Gelächter und Sounds, die Gänsehaut bewirken, untermalen den rhythmischen Joketrack. “Quantisize“ ist rein instrumental und scheint die Hälfte des Albums einzuläuten, das mit eher weniger krachenden Tracks endet. Es reihen sich nun trancelastige und seichtere Titel aneinander.

Das vorletzte Stück “Retarded“ ist nochmal ein Stomper. Im Songbook ist der Text nicht angegeben. Dort ist nur vermerkt: “The lyrics of this song may be not understood by normal people.“ Nun sind die Hörer von Army Of The Universe nicht normal, könnte man meinen. Der Text ist durchaus zu verstehen. Es wird die Frage behandelt, ob man zurückgeblieben ist, wenn man so ist wie andere. Andere, die alles schwarz oder weiß sehen. Ein sehr oft benutztes, aber zensiertes Schimpfwort kommt in den Zeilen vor.

Als Fazit ist zu sagen, dass das Album “Mother Ignorance“ ein starkes Debüt und die Kombo ein gelungenes und erfahrenes Duett ist. Man sollte meinen, so viele Genrekombinationen würden für Verwirrung oder Überladung sorgen oder schlicht weg einfach reiner Mist sein. So ist es aber absolut nicht. Viele Punkte kann man hier nur vergeben.

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