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Arkona: Vozrozhdenie

Aus alt mach (fast) neu
keine Wertung
Genre: Pagan Metal
Spielzeit: 57:48
Release: 11.11.2016
Label: Vic Records

Die ersten drei Arkona-Alben werden wieder aufgelegt. Den Anfang macht wenig überraschend das Debüt von 2004. Als Arkona damals mit „Vozrozhdenie“ erstmals richtig in unseren Breitengraden Beachtung fanden, waren sie mit ihrem Stil noch recht alleine auf weiter Flur. Einige Bands aus der Ecke gab es zwar schon, aber die Russen klangen schon sehr eigen.

Nicht verwunderlich ist es deshalb, dass es die hübsche Frontfrau und die damals geleasten Musiker schnell bis in die großen Szenemedien geschafft haben. Das Album war und ist immer noch eines der herausragendsten der Bandgeschichte. Trotzdem die Platte die Debütveröffentlichung darstellt, sind die Stücke wunderbar ausgearbeitet und funktionieren auch nach über zehn Jahren immer noch einwandfrei. Ganz stark sind auf der Erstlingsscheibe auch noch die russischen und slawischen Folkelemente ausgeprägt, vor allem verschiedene Flöten, aber auch andere Folkinstrumente haben den Weg mit auf den Silberling gefunden.

Die größte Aufmerksamkeit bekam die Platte aber vor allem wegen der Frontfrau Masha, die mit extrem vielschichtigem Gesang glänzt. Von tiefsten Growls bis zu fast engelsgleichem Mädchengesang hat die blonde Sängerin alles scheinbar völlig mühelos drauf. Dabei klingt sie nie gekünstelt oder sogar elektronisch nachbearbeitet. Ihr zugute kommt auch die Tatsache, dass die Texte auf russisch verfasst sind und die Sängerin in ihrer Muttersprache einfach am besten klingt (das ist übrigens heute auch noch so). Musikalisch ließ man sich 2004 auch noch nicht so festlegen. Klar, der Großteil ist eindeutig dem Pagan Metal zuzuordnen, aber daneben sind Einflüsse aus Black Metal, Folk Metal und ein paar anderen Stilarten unbestreitbar. Hier fallen for allem rockige Riffs oder populärmusikalische Arrangements auf.

Die Scheibe war lange vergriffen und hat alleine schon dadurch ihre Daseinsberechtigung als Neuauflage. Fans der Band können nun nach und nach ihren Backkatalog auffüllen. Hier macht sich auch positiv bemerkbar, dass nicht zu wild remastered wurde. Die Scheibe klingt zwar leicht nachbearbeitet, aber nicht totgemischt. Highlights der Pressung sind wie damals schon „Maslenitsa“, der Titelsong und vor allem dann die letzten Werke auf der Platte, bei denen die Sängerin nochmals richtig Gas gibt. Wenn man also auf die Russen steht und die Scheibe noch nicht im Regal stehen hat, dann wäre jetzt der richtige Moment zuzuschlagen.

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