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Arkona: Jizn' Vo Slavu (Live... For The Glory)

Nicht nur für Fans empfehlenswert
Wertung: 8/10
Genre: Folk Metal/Pagan Metal
Spielzeit: 68:10
Release: 17.03.2009
Label: Vic Records

Zusammen mit dem Album „Inevetability“ der Band Nargathrond, in der Frontfrau Masha „Scream“ ebenfalls singt, erhält nun das Live-Album „Jizn' Vo Slavu (Live... For The Glory)“ der Folk Metaller einen Re-Release. Das in Moskau mitgeschnittene Konzert vermittelt dabei einen umfassenden Eindruck der Russen und ihrer Live-Shows und zeigt wie erfahren die Band inzwischen ist.

Die Auswahl der Songs zieht sich quer durch die zu dieser Zeit veröffentlichten Alben und bietet eine Menge Abwechslung, denn die komplexen Stücke schwanken geschickt zwischen Folk Metal, russischer Folklore und Extreme Metal. Alle Bandmitglieder erfüllen ihren Teil äußerst professionell und technisch auf einem beeindruckenden Niveau, insbesondere Mashas Gesang klingt live mindestens so kraftvoll wie auf den Alben. Die charismatische Frontfrau beherrscht sowohl den hymnischen klaren Gesang als auch energetische Growls und Shouts wunderbar und singt sich tatsächlich vollkommen fehlerfrei durch ihr Set. Das Publikum wird von ihr und dem Rest der Band mit mal gesprochenen, mal gebrüllten Ansagen ebenfalls ordentlich angeheizt, wobei die Fans meist mit wildem Schlachtgebrüll antworten. Schade ist nur, dass das Publikum nicht immer optimal abgemischt ist, gelegentlich könnte es noch etwas mehr im Vordergrund stehen, um die Live-Atmosphäre zu unterstreichen. Die Instrumente und der Gesang hingegen sind perfekt in den Sound eingebunden.

Nach dem Sackpfeifen-Intro „Intro (Kolomiyka)“ wird mit „Skvoz' Tuman Vekov (Through A Fog Of Centuries)“ gleich Vollgas gegeben und mit dem komplexen Song gepunktet, wobei Masha sofort ihr volles Spektrum an Gesangsstilen enthüllt. Andere Gesichter Arkonas zeigen „Maslenitsa“ und „Chiornie Debri Voini (Black Abyss Of War)“.

Ersteres ist ein melodisches Uptempo-Stück mit reichlich Keyboard-Einsatz, das live optimal ankommt. Der zuletzt erwähnte Track kommt hingegen als heftiger Folk-/Death-Metal-Bastard daher, der von Masha wunderbar aggressiv herausgebrüllt wird. Mit „Tuman Jarom“ gibt es dann zwischenzeitlich auch mal komplett traditionell gehaltenes Material, bei dem das rythmische Klatschen der Fans den Folk-Song schön untermalt. Gegen Ende folgt dann noch die Gänsehaut-Hymne „Rus (Russia)“, bei der das Publikum den Refrain mehrmals alleine singen darf und dabei keineswegs versagt. Mit den letzten Stücken „Vosstanie Roda (The Rod's Arise)“ und „Oi, To Ne Vecher (Oh, Not That Evening)“ erhält der Gig unter lauten „Arkona“-Rufen der Fans schließlich einen würdigen Abschluss und lässt einen durchweg positiven Eindruck zurück.

Zusätzlich zu dem ebenfalls gelungenen Nargathrond-Album gibt es noch die „Russia“-Demo von 2002 dazu, die zwar soundtechnisch noch sehr einfach gehalten ist, aber zeigt, was für ein gewaltiges Potential die Russen schon damals hatten.

Sowohl für Neueinsteiger als auch Fans ist dieses Paket eine klare Empfehlung, denn für das Geld wird eine Menge geboten, wobei die Qualität ebenfalls stimmt. Wer sich also an der russischen Sprache nicht stört und etwas mit Folk Metal mit weiblichem, aber keinesfalls kitschigem Gesang anzufangen weiß, sollte auf jeden Fall einmal probehören, denn Arkona gehören auf diesem Gebiet zu den Besten - im Studio und live.

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