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Arkayic Revolt: Death's River

Old School Thrash der Marke Metallica
Wertung: 7/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 41:06
Release: 12.03.2010
Label: Punishment 18 Records

Drei Kanadier schicken sich an, die Thrash Metal-Fans der Welt zu erobern. Wobei die Band inzwischen auf zwei Personen geschrumpft ist, da Gründungsmitglied Brett Swan, der die Schießbude bediente, inzwischen ausgestiegen ist. Deshalb zieht die Band im nächsten Jahr nun auch nach Ontario um, weil man hofft, dass es dort einfacher ist, Musiker zu finden. Nun ja, zumindest hat die Band nach ihrer EP „Dead Man Walking“ mit Punishment 18 Records eine Plattenfirma gefunden.

„Blood Will Follow Blood“ heißt der Opener, kein Wunder, dass man bei dem Namen direkt an die guten alten Metallica denkt und das ist in diesem Falle auch absolut richtig. Man zockt den Bay Area-Thrash ihrer Helden. Das ist nichts Neues, sorgt aber sicherlich für einige Headbangingaction. Das Ganze in zwar bei weitem nicht atemberaubendem Sound, aber doch deutlich moderner und tieftonlastiger als zu „Kill ’em All“-Zeiten.

„From Hell“ unterstreicht das nochmal ganz deutlich: neue Songs im traditionellen Thrash-Stil. Der Schädel kreist unwillkürlich und die Parallelen zu den Faves werden sehr deutlich, hier speziell im Refrain. „Cohesive Disembodiment” zeigt da auch keine bemerkenswerten Überraschungen auf. Man zockt definitiv solide durch die Songs, regt die Nackenmuskulatur an, aber man meint, das alles vor über zwanzig Jahren schon hunderte Male gehört zu haben.

„Operation Overload“ beschäftigt sich mit dem Kampf gegen die Nazis und ihr drittes Reich. Löblich, aber trotzdem auch inzwischen ein wenig überstrapaziert. Besser beziehungsweise interessanter wird es dann mit „Feed The Fire“ Die schöne Bass-/Guitar-Eröffnung sorgt für ein Zucken in den Augenbrauen. Das verläuft sich zwar im Verlauf des Songs, aber dennoch sorgt der Beginn sowie ein späteres Break mit folgendem gelungenen Gitarrensolo und dem kräftigen Mosh-Part für die Auszeichnung: Anspieltipp. Der Refrain dürfte live für einige Grölchöre sorgen.

„Deadline“ versucht dann erfolgreich, die Metallica-Pfade zu verlassen. Man zockt ein wenig experimentierfreudiger und die immer mal wieder aufheulende Gitarre sorgt für zusätzliche Farbtupfer in der Musik. Schade, dass Darryl Fletchers Gesang nicht auch ein wenig differenzierter rüber kommt. Auch wenn der Song ein wenig sperrig wirkt, so prägt er sich doch auch besser im Gedächtnis ein.

„Wrath Of Poseidon“ ist dann wie erwartet wieder näher an den oben schon mehrfach genannten Vorbildern dran. Gute Mucke für eine Metalparty, wenn man nicht unbedingt die Originale zum siebenhundertneunundachtzigsten Male auflegen will. Etwas zügiger und irgendwie auch besser wird es mit „Dig Your Own Grave“. Coole Nummer mit Mitgrölcharakter, da geht live sicher richtig der Mob ab. Dazu der getragene, für dieses Album überragende Mittelteil. Sehr stark und gelungen umgesetzt.

„Beware The Nothing“ kann da nur bedingt mithalten, auch wenn der Song sicher seine Reize hat und auch das wohl schnellste Solo auf diesem Album beherbergt. Das wird aber sogleich auch schon wieder vom allgemein üblichen gedrosselten Thrash Tempo-Stampfer „Deaths River“ getoppt. Coole Nummer mit ein paar Guitarlines, die wirklich zu gefallen wissen.

Fazit: Hoffnungsvoll, gerade dann, wenn man sich etwas mehr von Metallica entfernt. Für eine Party geeignet, aber so wird das Album es schwer haben, sich regelmäßig in den CD-Player zu schummeln. In Deutschland wird man die Kanadier wohl eher noch nicht zu sehen bekommen und genau das wird der Band fanmäßig wohl zur größten Hürde gereichen. Nur mit exzessiven Touren würde man sich mit der Mucke einen breiteren Fanstamm erarbeiten können. Egal, ich bin gespannt, wo musikalisch die Reise der Band hingeht und ob sie durchhält.

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