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Archai: Matters In Different Shades

Einiges verstecktes Potential
Wertung: 6.5/10
Genre: Classic Metal
Spielzeit: 38:20
Release: 12.01.2007
Label: Eigenproduktion

Mit “Matters In Different Shades” legen Archai ihr erstes Demo vor. Die Band aus Rot an der Rot widmet sich dem klassischen Metal, tut dies aber in einem modernen Soundgewand. „Electric Suns“ beginnt mit relativ fröhlich wirkenden Vocals von Bernhard Kurray und den Gitarren von Fabian Krapp. Es geht recht zügig zur Sache und Fabian zeigt im Mittelteil, warum er der Leadgitarrist der Band ist. Immer mit einer guten Portion Melodie, aber trotzdem straight nach vorne drauf los rockend treibt der Song den Hörer vor sich her.

Mit dem kürzesten Song des CD geht es dann weiter: „Wicked Love“. Der Song bietet einen schönen Chorus, wobei mir auffällt, dass bei der Produktion insgesamt ein wenig mit dem Tiefton gegeizt wurde. Ein Blick ins professionell gestaltete 12-seitige Booklet verrät, dass die Schwaben, geizig wie sie sein sollen, einfach auf einen Bassisten verzichtet haben. Ungewöhnlich, aber vielleicht hat man es ja auch ganz bewusst gemacht, um eben insgesamt durch die fehlenden dunklen Klänge fröhlicher zu wirken.

„Wound“ kann mit teilweise wirklich tollen Gitarrenparts aufwarten. Leider kann mich der Refrain allerdings nicht überzeugen, da er irgendwie nicht in meinem Kopf hängen bleibt.Der nächste Song „Heart Of The Sea“ wird von Bernhard etwas böser akzentuiert. Dies bringt zumindest einen kleinen Farbtupfer in die Geschichte. Der Song rauscht allerdings total an mir vorbei. Fabian spielt sich einen Ast ab. Man liebäugelt hier auch ein wenig mit dem Powermetal-Bereich, weiss dies aber auf Grund des deutlich fehlenden Drucks nicht umzusetzen. Nicht falsch verstehen, Christian Tesch machte einen richtig guten Job an der Rhythmusgitarre, aber eigentlich wird da viel zu viel von Fabian Krapp an der Leadaxt drübergezimmert. Erst gegen Ende des Songs kommt Luft zum Atmen auf.

„Led Loose“ kann mich auch nicht wirklich begeistern, es hört sich fast so an, als ob hier ein Hardrockstück auf Metal umgearbeitet wurde. Drummer Bernd Sattelberger liefert wie bei allen Stücken ein gekonntes Fundament für die Songs von Archai.

„Only We Deny“ gerät dann aber zu einem Highlight, gerade auch wegen des klassisch angehauchten tollen Akustikgitarrengeplänkels in der Mitte des Songs. Auch wenn Fabian Krapps Stimme eigentlich fast immer gleich klingt, ist dieser Song einzeln betrachtet wirklich gelungen.

„Who Rocks The Cradle“ setzt nahtlos fort, was das Album bisher zu bieten hatte. Leider etwas zu nahtlos, gut klar, man kann jetzt sagen die Demo ist aus einem Guss, aber irgendwie bleibt zu wenig hängen in meinen Gehörgängen.

Zum Abschluss gibt es dann das mehr als achtminütige „Beyond Horizons“. Fabians Gitarre klingt hier zu Anfang erstmal richtig schön relaxt und nicht gescheucht. Insgesamt klingt mir der Song als der ausgereifteste des Demos. Ein zweites Highlight zum Schluss, das ist doch schon mal was. Man merkt richtig, wie der Song phasenweise durch die etwas zurückhaltende Instrumentierung richtig schön den Raum atmosphärisch ausfüllen kann.

Fazit: Ein beileibe nicht schlecht geratenes Debüt von Archai. Leider wird wohl etwas zuviel Einsatz von Fabian Krapp an der Leadgitarre gezeigt, was viel Atmosphäre wegnimmt. Dadurch wirken einige Songs trotz der hohen Spielkunst Fabian`s etwas belanglos. Wieviel Potenzial in dem Quartett steckt, blitzt immer wieder zwischendurch auf. Ich denke, wir werden noch einige gute Stücke der Band zu hören bekommen. Den fehlenden Wumms dürfte die Band nun hoffentlich ausgebügelt haben, da man zwischenzeitlich einen Bassisten namens Benedikt Ries engagiert hat.

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