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Arch Enemy: Khaos Legions

Die ultimative Dampfwalze
Wertung: 9/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 54:58
Release: 27.05.2011
Label: Century Media

Vier Jahre nach dem letzten Studioalbum legen die Ausnahmedeathmetaller von Arch Enemy ihr neues Album vor. Der Titel „Khaos Legions“ lässt Großes erwarten und schürt gleichzeitig die Neugier. Im Vorfeld konnte man in diversen Interviews schon erfahren, was die Band mit dem Titel der Scheibe ausdrücken will. Kurz gefasst geht es darum, dass das kreative Chaos immer Fortschritt bringt und der stagnierende Stillstand und die Unterdrückung der Menschen, wie sie jetzt herrscht, kein Zustand ist, der Bestand haben sollte. Natürlich bleiben hier Angriffe auf die Kirche nicht aus. Der Titel „Bloodstained Cross“ sei hier in erster Linie erwähnt. Der sehr gitarrenlastige Mid-Tempo-Song überzeugt durch ein geniales Riff und die unglaublich vielen Variationen des selbigen in diesem einen Song. Andere Bands brauchen nicht mehr Riffs für ein ganzes Album.

Im Allgemeinen sind Arch Enemy mit „Khaos Legions“ einen vielschichtigeren Weg als auf den Vorgängeralben gegangen. So befinden sich neben eher typischen Songs wie „Yesterday Is Dead And Gone“ eben auch viele ungewöhnliche Titel auf der Scheibe. Zwei der auffälligsten dürften die Songs „ No Gods, No Masters“ und „Through The Eyes Of A Raven“ sein. Der erstgenannte Titel besticht vor allem durch die flüssige Songstruktur, die ihm verliehen wurde. Auch kann sich Frontfrau Angela Gossow während der Textpassagen recht frei entfalten, weil die Gitarren ihr viel Freiraum einräumen. Natürlich darf auch hier die Monsterhookline nicht fehlen. Der Titel hat jedenfalls das Potential, eine neue Hymne der Gruppe zu werden. „Through The Eyes Of A Raven“ funktioniert dagegen völlig anders. Der Titel, der vorrangig vom giftigen Gesang und den Drumpassagen von Schlagzeuger Daniel Erlandsson lebt, hat eine sehr ungewöhnliche Songstruktur erhalten und wirkt vor allem durch eine sehr kühle Atmosphäre. Das eingebaute Instrumentaloutro verstärkt diesen Eindruck zusätzlich. Mit „Cruelty Without Beauty“, „Vengeance Is Mine“ und „Cult Of Chaos“ haben es auch drei Brutalohämmer auf die Scheibe geschafft, die die Band wieder näher an ihre Death Metal-Wurzeln bringt. Hier kann keine Rede von „back to the roots“ sein, aber es ist sehr deutlich der Weg der Entwicklung der Gruppe erkennbar. Unterstützt wird dieser Endruck während der ganzen Scheibe durch den brutalen Sound, der „Khaos Legions“ verpasst wurde. Die Gitarren klingen rein, kalt, und während der Solos aufregend. Das Schlagzeug steht nicht zu weit im Vordergrund, verliert sich aber auch nicht unter den anderen Instrumenten. Der Gesang klingt nach einer giftigen, keifenden Hochdruckdampfleitung, die leckgeschlagen ist. Es dürfte nur schwer möglich sein, mit Worten mehr Aggression zu vermitteln.

Dass die Stücke live überzeugen, konnte die Band schon unter Beweis stellen. Zuletzt gelang ihr das auf den Metalfest Open Airs, wo auch das Intro der Scheibe, „Khaos Overture“, als Liveintro eingesetzt wurde. Auf CD erreicht die Combo die selbe Dynamik und das selbe Charisma. Angela Gossow bringt das Album wie folgt auf den Punkt: „Dieses Album ist das pure Chaos. Friss oder stirb!“

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