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Arch Enemy: As The Stages Burn

Hier wird ordentlich eingeheizt
keine Wertung
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 69:07 (nur CD)
Release: 31.03.2017
Label: Century Media Records

Viel sagen muss man zu Arch Enemy mit Sicherheit nicht mehr. Immerhin haben sich die Schweden trotz einiger Line-up Wechsel in ihrer über 20-jährigen Karriere längst zu einer der absoluten Speerspitzen des Melodic-Death-Metal entwickelt. Dabei wusste die Band seit jeher nicht nur aus dem heimischen Lautsprecher, sondern auch auf den Bühnen dieser Welt vollends zu überzeugen. Der Schreiber dieser Zeilen beispielsweise, machte seine ersten Schritte ins Arch Enemy-Universum mithilfe der „Tyrants Of The Rising Sun: Live In Japan“-Scheibe. Diese ist zwar beileibe nicht die einzige Live-Aufnahme, die die Schweden in ihrer Diskografie aufzubieten haben, müde geworden ist die Band allem Anschein nach trotzdem noch lange nicht. Und so steht mit „As The Stages Burn“, nun das laut Gründungsmitglied Michael Amott bisher ehrgeizigste Projekt in den Läden. Mit aufwendigem Bühnendesign und einer fast halbjährigen Planungsphase wurde hier die 2016er Wacken-Show eingefangen – und auch wenn uns leider lediglich die Audioversion zum Review vorliegt, kann sich das Ergebnis durchaus sehen lassen.

Bereits im Intro wird deutlich, dass man sich auf „As The Stages Burn“ auf einen fetten, gut abgemischten Sound verlassen kann, bei dem weder Band noch Publikum zu kurz kommen und das Live-Feeling dementsprechend gut transportiert wird. Allerdings haben nicht nur Audiotechniker und Produzenten ganze Arbeit geleistet, auch die Band selbst präsentiert sich in Bestform. Während die Instrumentalfraktion einen gewohnt souveränen Job abliefert, weiß allen voran Frontröhre Alissa White-Gluz zu überzeugen. Von der ersten Minute an bezieht sie die Zuschauer gekonnt mit ein, ohne zu viel Spielzeit mit ausufernden Ansagen zu verplempern – bestes Beispiel ist „War Eternal“, wo Begrüßung und Einleitung des Songs verschmelzen und so weder eine Verschnaufpause noch Energieverlust erlauben.

Entspannung sucht man auf „As The Stages Burn“ ohnehin vergebens. Arch Enemy drücken konstant aufs Gaspedal und zocken sich so in schweißtreibendem Tempo durch die Banddiskografie – immerhin ist der Fünfer ja auch eher weniger für seine Balladen bekannt. Wobei sich dem Publikum bei Songs wie „My Apocalpse“ oder „Dead Eyes See No Future“ trotzdem noch kurze Möglichkeiten auftun, ein wenig mitzuklatschen und zu -singen. Langweilig wird es dem Hörer aber selbst ohne visuelle Untermalung bei weitem nicht und auch die Zugaben drücken mit der gleichen Vehemenz auf die Ohren, wie es eine gute Stunde vorher noch der Opener getan hat.   

Darüber hinaus weiß auch die Setlist von vorne bis hinten zu überzeugen. Wie es sich für einen Festival-Auftritt gehört, sind mit „My Apocalypse“, „Nemesis“, „Ravenous“, oder „Dead Eyes See No Future“ absolute Bandklassiker vertreten. Gleichzeitig finden sich aber auch fünf Songs der letzten Platte, die nicht nur die Konstanz der Formation untermauern, sondern auch die vorausgegangene Tour angemessen würdigen. Wer zur DVD/Blu-Ray greift, der wird neben der Wacken-Show noch mit einigem Zusatzmaterial versorgt. So gibt es nicht nur einige der offiziellen Videos, sondern auch Live-Mitschnitte der 2015er Show in Tokyo (Wo die Band Augenzeugenberichten zufolge wohl bisweilen fast schon gottähnlich verehrt wird) sowie, allem voran, Behind-the-scenes-Aufnahmen des Wacken-Auftritts selbst.

Für alle Die-Hard Fans gibt es dank fettem Sound, überzeugender Performance und beeindruckendem Bühnendesign dementsprechend eine absolute Kaufempfehlung. Selbst ohne visuelle Begleitung macht einem „As The Stages Burn“ ordentlich Lust, sich das hier dargebotene Spektakel schnellstmöglich auch mal mit eigenen Augen anzuschauen. Und ein größeres Kompliment für eine Live-Aufnahme lässt sich wohl kaum finden.   

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