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Arcadia: Cold Cold Bodies

Die Italiener haben einen ziemlich eigenen Sound
Wertung: 2/10
Genre: Hardcore, Metalcore
Spielzeit: 61:4
Release: 01.02.2008
Label: Valery Records

Schon bei Betrachtung des relativ lächerlichen und künstlich auf unendlich böse getrimmten Covers von „Cold Cold Bodies“ war mir eigentlich klar, dass dieses Album eigentlich nichts tolles sein kann. Man mag diese Voreingenommenheit, diese Befangenheit nun kritisieren, doch manchmal trifft man mit seiner ersten Intuition dann eben doch voll ins Schwarze. Nun allerdings noch ein paar Worte zur Band Arcadia. Die Band kommt ursprünglich aus Italien, hat sich mittlerweile aber in den USA häuslich eingerichtet und präsentiert auf ihrem aktuellen Album „Cold Cold Bodies“ laut Infoblatt „Italian Bastard Core“, was sich absolut besser ließt, als es sich letztlich anhört.

Absolut unterdurchschnittlicher Hardcore / Metalcore mit einigen Anleihen aus Nu Metal und Thrash Metal, die das Gesamtprodukt dann aber auch nicht wirklich aufwerten können; so einfach könnte man den Sound der Band beschreiben. Hier und da zeigt sie zwar durchaus ein Gespür für gute Momente, doch wenn man bedenkt, dass die Jungs nun seit mehr als zehn Jahre gemeinsam musizieren, kann man eigentlich nur verachtend den Kopf schütteln.

Bereits das unglaublich miese Intro „0.066“ nimmt dem Hörer die Lust auf diese Platte und der erste Song „She's Got A Knife“ ist qualitativ auch nur unwesentlich besser. Undefinierbarer Lärm, nervtötende Gesangslinien und unterirdische Rap – Einlagen, die einen insgeheim nochmal lauthals jubeln lassen, dass Bands wie Limp Bizkit und Co. heute keinen Blumentopf mehr gewinnen, erwarten den Hörer in den ersten Sekunden dieser Tortur. Im ruhigen, hymnischen Refrain lassen Arcadia dann wenigstens ein wenig Talent durchsickern, wobei man sagen muss, dass hier unbedingt noch ein paar Stunden Gesangsunterricht von Nöten sind, um die Vocals nicht mehr ganz so schräg erscheinen zu lassen.

„Kissing Cyanide“ lässt zumindest im Sphärischen etwas an Bands wie Fear Factory oder A Dark Halo erinnernden Refrain ein wenig Hoffnung zu, doch bereits beim folgenden „Coagulated And Almost Forgotten“ hat sich diese Hoffnung vollends in Luft aufgelöst. Langweiliger Krach hoch 1000, der schnell zum Killer einiger „Kugelschreiberhinterklemmdinger“ (Ihr wisst schon, was ich meine) wird, wobei man sich immer noch nicht ganz sicher ist, ob nun die Aggressivität oder die Langweile des Songs kausal für dieses „Schlachtfest“ ist.

„Ravens And Doves“ hat so ziemlich dasselbe Problem wie der Opener „She's Got A Knife“, der Refrain ist zwar ganz nett, aber dank des schwachen Gesangs kommt der Song einfach nicht in Fahrt. Und ganz ehrlich, diese paar netten Sekunden können auch nicht über den amateurhaften Rest des Songs hinwegtäuschen. Langsam ist mir auch wirklich die Lust vergangen, nun jeden Song von „Cold Cold Bodies“ einzeln zu kommentieren, denn diese weisen außer nervtötender Aggressivität und teilweise netten, aber schlecht gesungenen Refrains einfach nichts erwähnenswertes mehr auf. Es gibt nichts, worüber man noch schreiben könnte.

Fazit: Man kann Arcadia nicht vorwerfen, sie würde sich auf „Cold Cold Bodies“ anbiedern oder wie hunderte andere Bands klingen - in der Tat haben die Italiener einen ziemlich eigenen Sound - doch diesen wird man entweder richtig gut finden oder eben richtig schlecht. Ich tendiere deutlich zu letzterem, denn diese öde, an den Nerven beißende Lärmorgie sagt mir wirklich überhaupt nicht zu. Einen Punkt gibt es für das ordentliche „Kissing Cyanide“, einen halben für die teilweise ganz netten Refrains und einen weiteren halben Punkt für den Versuch einen eigenständigen Sound zu kreieren. Mehr ist aus meiner Sicht aber nicht drin.

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