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Araneyda: Disorder Unbound

Nicht schlecht, aber auch nichts besonderes
Wertung: 6.5/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 23:51
Release: 09.12.2011
Label: Eigenproduktion

Die Band Araneyda hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Die Gruppe hat es unter einem anderen Namen und mit ziemlich anderer Besetzung begonnen als beendet. Dennoch war es möglich, eine EP mit dem Namen „Disorder Unbound“ zu produzieren und zu veröffentlichen. Das Resultat beinhaltet fünf Songs und kommt auf eine Gesamtspielzeit von knapp 24 Minuten. 

Davon entfallen allerdings die ersten eineinhalb Minuten auf ein, sagen wir mal, wirres Intro. Der Bezug des Intros zur restlichen Scheibe kann nicht nachvollzogen werden, da die Grundstimmung grundverschieden ist.

Mit dem ersten wirklichen Stück, „Disorder Unbound“, startet der Reigen dann wirklich. Die Nummer ist recht kräftig und die zwei Gesangsstimmen von Patricia und Yves zeigen kontinuierlich zwei verschiedene Seiten der Musik von Araneyda auf. Dabei verhelfen die Growls der Musik zu noch mehr Drive, während die klaren female Vocals eher entschleunigen und weitläufig sowie getragen rüberkommen. Ein weiteres prägnantes Merkmal der Band sind die sehr dichten und markanten Keyboardteppiche, die unter den Songs liegen. Oftmals wirken diese zu aufdringlich und nehmen der Gitarre die Freiheit, sich als dominantes Instrument durchzusetzen. Als Ergebnis gibt es eine fast reine Rhythmusgitarre ohne Lead-Gegenpart. 

Daraus wiederum resultiert eine gewisse Monotonie, die, gewollt oder ungewollt, einen Ohrwurmcharakter besitzt. Dadurch, dass nicht viele verschiedene Melodien vorkommen, fressen sich die vorhandenen schnell im Gehirn fest – nutzen sich dann dort aber auch schnell ab. 

Zum Sound der Scheibe muss man natürlich vorab sagen, dass der Rundling in Heimarbeit entstanden ist und somit logischerweise nicht die gleiche Qualität aufweisen kann wie eine Studioproduktion. Wenn man das berücksichtigt, dann kann man den Klang mit befriedigend bewerten. Im Grunde passt schon alles, aber ein wenig sauberer arrangieren hätte man die EP schon noch können.

Zusammengefasst lässt sich der Silberling als ambitionierte Veröffentlichung bezeichnen. Das Songwriting ist solide, bietet allerdings auch kaum Überraschungen, der Sound passt soweit und die zwei Gesangsstimmen können schon das Interesse der Zuhörer wecken. Freunde des Melodic Death Metals können mit der Scheibe bestimmt etwas anfangen.

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