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Apoptygma Berzerk: Sonic Diary

Sicherlich nie essentiell
Wertung: 99/10
Genre: Electro, Electro Pop
Spielzeit: 65:32
Release: 01.12.2006
Label: GUN Records Musikproduktions GmbH

Am 1. Dezember erscheint nicht nur die neue Apoptygma Berzerk - Single “Cambodia”, sondern passend zur diesem Kim Wilde - Cover, mit “Sonic Diary” eine ganze CD voller Coverversionen, mit denen Frontmann und Mastermind Stephan Groth auch seine musikalischen Wurzeln zeigen will. Neben bereits bekanntem Material von B - Seiten (aus den weitaus elektronischeren Tagen der Norweger) oder dem letzten regulären Album “You And Me Against The World”, gibt es mit "The Damned Don’t Cry" (Visage), "Bend And Break" (Keane) und "Bizarre Love Triangle" (New Order) auch drei bislang unveröffentlichte Coverversionen zu hören. Coverversionen die es in sich haben!

Wer nun die große kommerzielle Ausschlachtung wittert, dem sei erst mal gesagt, dass Apoptygma Berzerk sehr viel wert auf eine authentische und eigene Adaption der bekannten Klassiker legen. Somit hat man es hier auch mit viel mehr zu tun als bloßen, wie so häufig lieblosen Coverversionen, denn Stephan Groth und Co. schaffen es den meisten der 14 auf "Sonic Diary" vertretenen Songs wirklich neues Leben einzuhauchen und eröffnen ganz neue Sichtweisen auf diese Songs. Ob man das Album natürlich zwingend braucht steht auf einem anderen Blatt geschrieben und diese Entscheidung ist euch komplett selbst überlassen.

Direkt zu Beginn von “Sonic Diary” steht die aktuelle Single “Cambodia”, dessen Original besonders den jüngeren Fans der Band kaum bekannt sein dürfte. Der Song, welcher ursprünglich von der Britischen Rockröhre Kim Wilde stammt, rockt und besonders die süßlichen Keyboardmelodien verleihen dieser Version gar etwas zauberhaftes. Auf der Tanzfläche wird auch dieser Song sicherlich für gute Stimmung sorgen. Ebenfalls vertreten ist auch die vorletzte Single “Shine On” (The House Of Love), auf die man, so glaube ich, nicht mehr näher eingehen muss, da sie euch allen durch Radio und MTV / Viva ein Begriff sein müsste.

Kommen wir nun zu den bislang unveröffentlichten Songs. Für mich kommt die Coverversion des Keane - Songs “Bend And Break” doch ziemlich überraschend, schließlich hat der Song gerade mal ein paar Jährchen auf dem Buckel und so kann man von einem Klassiker sicherlich noch nicht sprechen. Toll sind beide Versionen trotzdem! Vor allem die stimmliche Leistung von Stephan, der zunächst kaum zu erkennen ist, sei hier hervorzuheben, denn so gefühlvoll und zerbrechlich hört man ihn nur selten. Das Cover von New Order’s “Bizarre Love Triangle” ist einfach nur wunderschön und auch Visage’s “The Damned Don’t Cry” macht in der Apop - Version großen Spaß.

Weniger gelungen sind allerdings die neueren Versionen von "All Tomorrow‘s Parties" (einmal mit Stephans und einmal mit den Original - Vocals von Nico), was aber hauptsächlich daran liegt, dass ich weder mit Nico, noch mit diesem Song etwas anfangen kann, und die Interpretationen der Metallica - Übersongs "Nothing Else Matters" (Hidden Track) und "Fade To Black", welche leider nicht ansatzweise an die Großartigkeit der Originale ankratzen können. Metallica und Elektronik passen meiner Meinung nach auch absolut nicht zusammen.

Der absolute Knaller auf "Sonic Diary" ist allerdings "Coma White" (Marilyn Manson), welches mir sogar noch besser gefällt, als die eh schon überragende Vorlage. Wer richtig abfeiern und tanzen will ist mit diesem Gassenhauer bestens beraten. Weitere Lichtblicke sind "A Strange Day" (The Cure) und das minimalistische Instrumental "Ohm Sweet Ohm" (Kraftwerk).

Die limitierten Ausgabe von "Sonic Diary" enthält auch eine Bonus - EP mit Remixen bekannter Apop - Songs (u.a. von Bands wie Mesh und Northern Lite), welche mir leider nicht vorliegt und auf die ich so auch nicht eingehen kann.

Fazit: "Sonic Diary" ist für den Apoptygma Berzerk - Fan sicherlich ein Kauf wert, schließlich befinden sich auf dem Silberling etliche coole Coverversionen bekannter Klassiker. Auch wenn eine solche CD sicherlich nie essentiell ist, sollte der geneigte Fan doch mal ein Ohr riskieren.

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