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Apoptygma Berzerk: Love To Blame

Kann den vorherigen Hits locker das Wasser reichen kann
Wertung: 9/10
Genre: Electro Pop
Spielzeit: 8:53
Release: 16.06.2006
Label: GUN Records Musikproduktions GmbH

Unfassbar, was für einen Trubel die Norweger von Apoptygma Berzerk mit der Veröffentlichung ihres letzten Albums “You And Me Against The World” auslösten. Natürlich ist es klar, dass eine Band, welche einen völligen Stilwechsel vollzieht, nicht nur auf positive Resonanzen stoßen wird, aber vor allem die zahlreichen derben Kritiken von Seiten der Gothic-Szene waren in diesem Ausmaß nicht zu erwarten. Ich kann es ja verstehen, dass die Gothic-Fans ihren Unmut über den Verlust der Zeiten, in denen Apoptygma Berzerk noch erstklassigen EBM bzw. Futurepop zelebrierten, kundgeben wollen. Dies steht ihnen auch vollkommen zu, aber streckenweise kam es so vor, als hätten sich diese Kritiker so gut wie gar nicht mit dem Album auseinandergesetzt, denn dieses ist zwar bei weitem nicht mehr so elektronisch, aber auch bei weitem nicht so schlecht wie es dargestellt wurde.

Die harten Keyboards, Synthesizer und E-Drums wurden zwar deutlich in den Hintergrund gestellt und durch düster-poppige Melodien und Indie-Gitarren ersetzt, aber von einem völligen Verrat an der Gothic-Szene, wie von einigen Kritiker propagiert, kann zu keinem Zeitpunkt die Rede sein. Viel mehr erinnert die Band heute an andere Gothic-Electro-Pop Bands wie zum Beispiel Zeromancer, die mit der Veröffentlichung von “ZZYZX” ähnliche Wege gingen. Der Erfolg, den Apoptygma Berzerk nun haben, zeigt auch deutlich, dass der neue Stil absolut keine falsche Entscheidung war. Die Singles “In This Together” und die eigenwillige Interpretation des House Of Love Gassenhauers “Shine On” finden, obwohl ihre Veröffentlichungen schon einige Monate zurückliegen, immer noch den Weg in die bekannten TV-Sendungen oder sorgen für volle Tanzflächen in den deutschen Clubs.

Nun steht Mitte Juni die dritte Singleauskopplung aus “You And Me Against The World” an und diese sollte problemlos an die Erfolge der Vorgänger anknüpfen können, denn was “Love To Blame” ausmacht, ist das immer noch herausragende Songwritingtalent von Frontmann Stephan Groth und sein Gespür für knackige, bittersüße Melodien. “Love To Blame” jedenfalls pendelt irgendwo zwischen modernem Indie-Rock und 80er Wave und besonders der spitzenmäßige Refrain macht den Song zu einem Ohrwurm im ganz großen Stil. Volle Tanzflächen sollten also wieder einmal garantiert sein und ich persönlich freue mich schon wieder auf den nächsten Clubbesuch, wo ich mir hundertprozentig sicher bin, dass dieser Song zu den Knallern des Abends gehören wird.

Der 2 Track-Single liegt ebenfalls ein Remix (DJ Lee Perception Mix) des Songs bei, welcher auch alten Fans der Band gefallen dürfte, denn “Love To Blame” steht auch ein elektronisches Gewand mehr als gut. Und ein Remix, der einen Song in ein ganz anderes Licht rückt ohne ihn dabei völlig zu zerstören, ist die beste Wahl die man eigentlich treffen kann, wenn man mal von der eigentlichen Unnötigkeit eines Remixes absieht.

Die “Love To Blame”- Single erscheint ebenfalls in einer erweiterten Version, die Remixe anderer Apoptygma Berzerk Songs (“Tuning In To The Frequency Of Your Soul (F.A.Q Remix)”, “Lost In Translation (Sweep Remix)”, “Black Pawn ( Elec This! Remix)”) und das Video zu "Love To Blame" beinhaltet, zu denen ich allerdings nichts sagen kann, da sie mir nicht vorliegen.

Fazit: Mit „Love To Blame“ veröffentlichen Apoptygma Berzerk eine Single, die den vorherigen Hits locker das Wasser reichen kann. In meinen Augen ist dieser Song sogar der beste des ganzen letzten Albums und für echte Fans werden auch die Remixe interessant sein.

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