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Apocryph: Drenched In Grace

Schlichtweg ein nettes Stück Schweden-Death
Wertung: 7/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 25:1
Release: 01.09.2007
Label: Rotten To The Core

Kaum ein anderes Genre im Metal hat in den letzten Jahren solch einen Aufstieg erfahren, wie der melodische Death Metal. Längst gibt es auch außerhalb Schwedens zahlreiche Bands, die sich dem in Götteburg entstandenen Sound zu Eigen gemacht haben. Zu eben diesen Bands gehören auch Apocryph aus Belgien. Wie viele ihrer Kollegen machen sie ihre Sache auch durchaus gut, dennoch müssen sich Bands, die sich den Schwedentod auf die Fahne geschrieben haben, gegen eine starke und zahlreiche Konkurrenz durchsetzten.

Dies versuchen die jungen Belgier mit ihrer ersten EP „Drenched In Grace“. Die Zutaten dieser CD klingen dabei auch durchaus viel versprechend. In den zahlreichen hochmelodischen Mid-Tempo-Passagen erinnern Apocryph stark an die finnischen Kollegen von Insomnium. In den Parts, in denen man die Thrash-Axt ausgräbt, wird man hingegen an die Ursprünge des schwedischen Sounds erinnert, sprich an At The Gates.

Alle Songs zeichnen sich durch viel technisches Können aus. Die Tracks sind sauber und auf den Punkt eingespielt. Auch Sänger Jo verkauft sich mit seiner charismatischen Stimme ordentlich. Doch leider gibt es auch Schattenseiten. Da wäre zum einen die Produktion. Diese ist zwar durchaus klar und differenziert, aber sie hat einfach viel zu wenig Druck. Die EP kommt daher um einiges zu weich rüber und kickt einfach nicht richtig. Der Sound ist irgendwie zu glatt. Der zweite große Kritikpunkt ist die mangelnde Eigenständigkeit. Die Riffs kommen einem viel zu bekannt vor, was dazu führt, dass es an Überraschungen fehlt. Dies führt dazu, dass die Songs den Hörer nur selten aufhorchen lassen.

Fazit: Dennoch lassen Apocryph Potenzial durchscheinen. Schließlich ist „Drenched In Grace“ keinesfalls schlecht. Es ist schlichtweg ein nettes Stück Schweden-Death. Jedoch wird mehr Kreativität von Nöten sein, damit sich die Band aus der Masse hervorheben kann, denn was die Großen der Szene ausmacht, wie Dark Tranquillity und auch In Flames, ist die Fähigkeit, ihren Style immer ein Stück weiter zu bringen. Hardcore-Fans des Genres können bei Apocryph bedenkenlos zugreifen, allen anderen kann ich aber nicht zwingend zum Kauf raten, da es derzeit einfach viele bessere Alternativen gibt.

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