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Aperion: Act Of Hybris

Gothic Metal mal ganz anders
Wertung: 8.5/10
Genre: Gothic Metal
Spielzeit: 47:50
Release: 04.03.2011
Label: G-Records / Rough Trade

Aperion sind acht Musiker. die aufzeigen wollen, dass Metal nicht nur E-Gitarre, Bass und Schlagzeug ist. Sie verbinden dies mit Instrumenten nicht nur aus Klassik, sondern auch ganz ursprünglichen wie dem Didgeridoo. Ob das so überzeugen kann, wollen Aperion mit „Act Of Hybris“ beweisen.

Der Sound des Didgeridoo führt den Hörer dann auch direkt in das Album ein. Das dumpfe Geräusch der Ureinwohner Australiens wird dann direkt begleitet durch den feenhaften Gesang von Zala. „Source“ mutet aber eher verschlafen an, auch erklingt Zalas Stimme wie durch einen Schleier.

Viel mehr von sich geben Aperion im zweiten Song „Ocean“ von sich preis. Hier wird gerockt und egal ob Gitarre, Violine, Didgeridoo oder Flöte - sie alle wissen sich ineinander zu verflechten und sauberen Rock auf die Bühne zu bringen. Zalas Stimme wirkt hier so viel klarer. Der Wunsch, sich ins Leben zurück zu kämpfen, der im Text besprochen wird, bekommt hier die musikalische Unterstützung, die er benötigt.

„Shine“ ist dann der erste Song, der Zalas Spinto-Sopran hervorragend zur Geltung bringt. Aperion haben in ihr eine Sängerin, die sich nicht vor Größen wie Simone Simons {Epica) verstecken muss. Mit eben dieser Band gehen Aperion nun auch auf Tour. Der nächste Song des Albums trägt den Hörer in eine Welt mittelalterlicher Klänge: „Urma“ ist in der Muttersprache der Band geschrieben, in slowenisch. So bringen Aperion auch ihre Wurzeln mit hinein und obwohl wohl den wenigsten deutschen Hörern so der Sinn des Textes aufgehen wird, werden sie durch das flotte Spiel und das Tempo dennoch mitten hinein gezogen. Auch „Dajte“ (dt. aber), der elfte Song des Albums, bedient sich der slowenischen Sprache, alle anderen sind in englischer Sprache geschrieben. Gerade diese beiden Songs zeigen die Qualität der slowenischen Band, als wenn sie sich bei der Konzentration auf ihre eigene Sprache viel mehr fallen lassen können.

„Maya“ klingt wie viele Songs im Bereich Gothic Metal und doch wird durch den Einsatz der Flöte hier eine Facette aufgezeigt, die nicht viele andere Bands in diesem Genre nutzen. Gut so, denn so finden Aperion ihre eigene kleine Nische. Ein schöner Song ist auch „Fairytale Mind“, erzählender Art und Weise beginnt Zala zu singen und nimmt den Hörer so an die Hand, um ihm davon zu berichten, was geschieht, wenn es Nacht wird. Die Verzweiflung kommt direkt beim Hörer an, gesanglich, gerade für die, die hohe Töne nicht unbedingt leiden können, der größte Song des Albums. Der Song hat alles, was ein Ohrwurm nötig hat und dieser wird auch nach dem Ausklingen des Albums ins Ohr des Hörer zurückkehren. Schön gemacht.

Dass Ziga Birsa das Didgeridoo meisterlich zu spielen weiß, beweist der Song „Black Flies“ wieder einmal. Zudem gesellt es sich so hervorragend zum Bass und zur E-Gitarre, als wäre dieses Zusammenspiel schon seit jeher so. Hier aber kommt auch der Wunsch auf, sich weit mehr auf mittelalterliche Klänge einzulassen, diese noch mehr ins Metal einfließen zu lassen. Aperion haben hier ein Album auf die Füße gestellt, welches noch lange gehört werden wird und es wird durchaus interessant werden, diese Band live zu erleben. Klasse Musiker, mit einer hervorragend ausgebildeten Sängerin.

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